Nach OB-Äußerung Wegen Tram-Westtangente: Neuer Krach im Rathaus

Auf dem Nockherberg haben OB Dieter Reiter (SPD) und sein Stellvertreter Josef Schmid (CSU) noch vergnügt miteinander angestoßen. Tage später ist das Verhältnis schon wieder belastet. Foto: dpa

OB Dieter Reiter (SPD) will die Tram-Westtangente zur Not auch gegen die CSU durchsetzen - das stinkt dem Regierungspartner ordentlich.

 

München - Kaum ist der eine Streit beigelegt, gibt es in der Großen Koalition im Rathaus schon wieder neuen Knatsch. Dieses Mal geht um die Verkehrspolitik.

Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hatte am Freitag beim Spatenstich für die neue Straßenbahnstrecke nach Steinhausen angekündigt, nun auch die Tram-Westtangente zügig beschließen zu wollen – wenn es sein müsse zur Not auch gegen die CSU. Bei Reiters Koalitionspartner ging am Wochenende daraufhin ein Aufschrei durch die Reihen.

Bürgermeister Josef Schmid (CSU) zeigte sich „überrascht und enttäuscht“ von Reiters forschem Auftreten. Statt vorschnell Sprüche zu klopfen, solle der OB lieber noch einmal den Koalitionsvertrag lesen. Da stehe nämlich drin, dass die Westtangente nur gebaut werde, wenn sie nicht zu Lasten des Autoverkehrs gehe.

Noch deutlicher wurde CSU-Chef Ludwig Spaenle. „Wir sind hier nicht im Wilden Westen“, schimpfte er, Reiter könne nicht einfach machen, was er wolle.

 

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