Nach Kritik an der Tramhaltestelle MVG wehrt sich gegen Armseligkeits-Vorwurf

Die neue Tram-Haltestelle am Pasinger Bahnhof sorgt für Diskussionen. Foto: Manfred Sames

Die Barrierefreiheit der Tramhaltestelle am Pasinger sorgt weiter für Diskussion. Jetzt hat sich die MVG zu Wort gemeldet.

 

Pasing - Der Stadtratskandidat der CSU für den Bezirk Pasing, Sven Wackermann, kritisierte in einer Mitteilung die Trambahnhaltestelle ohne Barrierefreiheit am Pasinger Bahnhof. Das möchte die MVG nicht unkommentiert lassen. Die Nachricht aus der Pressestelle: "Sven Wackermann erweckt mit seiner Pressemitteilung den falschen Eindruck, dass ohne Not auf einen herkömmlichen Bahnsteig verzichtet wurde. Das trifft nicht zu!

Vielmehr war und ist der Verzicht darauf zwingende Notwendigkeit, um den rechtlichen Bestimmungen und Sicherheitsanforderungen zu genügen. Von einem Armutszeugnis kann daher keine Rede sein. Es gab aufgrund der engen Kurvenradien (Ein- und Ausfahrt Bahnhofsvorplatz) und des Abstands zwischen Bäcker- und Gleichmannstraße keine Möglichkeit, die Haltestelle so zu platzieren, dass die Züge den Bahnsteig beim Ausschwenken in den Kurven nicht überstreichen (mit der vorderen rechten und hinteren rechten Ecke).

Um ein Überstreichen zu verhindern, kann man den Bahnsteig theoretisch weiter vom Gleis wegrücken. Aber auch dies war hier nicht möglich, weil dann der maximal zulässige Abstand zwischen Zug und Bahnsteigkante - von maximal 25 Zentimetern -überschritten worden wäre. Zum Verzicht auf einen Bahnsteig gab es an dieser Stelle daher keine Alternative. Es sei denn, man hätte auf die Haltestelle vor dem Bahnhof verzichtet. Das wäre dann ein Armutszeugnis gewesen!

Die nun realisierte Lösung ist selbstverständlich mit der Landeshauptstadt und den Behindertenverbänden abgestimmt worden. Ein barrierefreier Einstieg (für Rollstuhlfahrer) ist über den an jedem Fahrzeug vorhandenen Hublift möglich. Dies entspricht den gesetzlichen Anforderungen in punkto Barrierefreiheit. Vergleichbare Situationen mit Einstieg zum Beispiel vom Straßenniveau gibt es auch an zahlreichen anderen Haltestellen. Das ist ein wesentlicher Grund dafür, warum alle Tramzüge über den Lift verfügen. Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass der Trambau gut 12 Mio. Euro gekostet hat, nicht 17 Mio. Euro."

 

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