Nach Hannover-Niederlage Bei 1860 steigt der Druck – "Müssen erwachsener werden"

Die Löwen bleiben weiter im Abstiegskampf stecken. Foto: dpa

Nach drei Niederlagen am Stück spitzt sich die Lage bei den Münchner "Löwen" zu. In Hannover stimmt die Leistung, aber nicht das Ergebnis. Und jetzt geht es in ein heißes Derby.

 

Hannover - Vitor Pereira konnte seiner neuformierten Mannschaft nach dem verpassten Punktgewinn beim Aufstiegskandidaten Hannover 96 nicht viel vorwerfen - abgesehen von mangelnder Reife. "Wir müssen insgesamt erwachsener werden", mahnte der portugiesische Trainer nach dem ärgerlichen und unnötigen 0:1 (0:0) am Samstag. Im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga geht es nicht so sehr um gute Haltungsnoten, allein Punkte sind entscheidend. Schon am Freitag (18.30 Uhr) kommt es zum Schlüsselspiel gegen die Würzburger Kickers.

In Hannover kassierten die "Löwen" durch ein Tor von Martin Harnik (55. Minute) die dritte Niederlage am Stück. Vor 34 600 Zuschauern waren die Gäste nicht schlechter, aber unglücklicher und weniger abgezockt. "Das ist nicht so ein gutes Zeichen für eine Mannschaft, die aufsteigen will, wenn man sagen muss, dass der Torwart unser bester Mann war", bemerkte Torschütze Harnik zum Spielverlauf.

"Wir müssen diese dummen Fehler abstellen"

Das Gegentor war mal wieder unnötig. Nach einem Freistoß auf dem rechten Flügel war die Hintermannschaft der Münchner unorganisiert. Der freistehende Harnik blieb vor 1860-Schlussmann Stefan Ortega cool. "Wir müssen diese dummen Fehler abstellen", sagte Maximilian Wittek. "Wir haben hier ein sehr gutes Spiel gemacht, waren gut organisiert, hatten Hannover im Griff. Wir geraten dann aber durch einen Fehler in Rückstand. Letztlich hat uns die eine Situation die Punkte gekostet. Das ist sehr bitter", kommentierte Pereira.

Sein Team gab sich auch nach dem Rückstand nicht geschlagen. Eine Flanke von Wittek entwickelte sich zum Torschuss. Hannovers Torwart Philipp Tschauner lenkte den Ball an die Latte. Kurz vor Schluss musste Hannovers Iver Fossum auf der Linie retten. "Vorne sind wir einfach nicht kaltschnäuzig genug", klagte Routinier Kai Bülow.

Lange hadern können die "Löwen" nicht. Freitag kommen die 2017 noch sieglosen Würzburger nach München. Mit einem Sieg könnten die Sechziger bis auf einen Punkt zum Aufsteiger aufschließen. "So wie in Hannover müssen wir das auch im nächsten Spiel machen und die drei Punkte in München behalten", forderte Pereira. Der Druck steigt.

 

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