Nach Festnahme von Afroamerikanern Anti-Rassismus-Training für Starbucks-Mitarbeiter in USA

Das Logo der US-Amerikanischen Café-Kette Starbucks ist in einem Café in der Innenstadt von Pittsburgh zu sehen. Foto: Gene J. Puskar/AP/dpa

In einem amerikanischen Starbucks-Café wurden zwei Afroamerikaner festgenommen, weil sie den Laden aufgrund eines verwehrten Toilettengangs nicht verlassen wollten. Um den Imageschaden zu begrenzen, schickt das Unternehmen zahlreiche Mitarbeiter zu einem Anti-Rassismus-Training.

 

Seattle - Die amerikanische Café-Kette Starbucks ist nach der umstrittenen Festnahme von zwei Afroamerikanern in einem ihrer Läden um Schadensbegrenzung bemüht. Das Unternehmen kündigte am Dienstag an, dass es für etwa 175.000 Mitarbeiter ein Anti-Rassismus-Training anbieten will. Dafür sollen am Nachmittag des 29. Mai mehr als 8.000 Filialen in Firmenbesitz geschlossen bleiben.

Proteste gegen Starbucks

Am vergangenen Donnerstag waren in einer Starbucksfiliale in Philadelphia zwei Schwarze festgenommen worden. Sie hatten darum gebeten, die Toilette in dem Lokal benutzen zu können. Das wurde ihnen verwehrt, da sie nichts bestellt hatten. Als sich die Männer daraufhin weigerten, das Café zu verlassen, riefen die Angestellten die Polizei. Kunden filmten die Festnahme und betonten, die beiden hätten sich nichts zuschulden kommen lassen. Ein Mann sagte, er sei mit ihnen verabredet gewesen und sie hätten auf ihn gewartet.

Videos der Festnahme wurden Millionen Mal online angesehen. Der Bürgermeister von Philadelphia äußerte seine Besorgnis. Starbucks-Chef Kevin Johnson entschuldigte sich und kündigte an, dass das Unternehmen seine internen Regularien überarbeiten werde, um solche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden.

 

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