Nach Fallrückzieher-Tor Martínez nimmt den Spielball als Trophäe mit

Nach seinem Hammer-Fallrückzieher strahlt Javi Martinez - und hat sich kurzerhand den Spielball als Andenken gesichert... Foto: Florian Bogner

Javi Martínez klaut nach seinem Fallrückziehertor gegen Hannover 96 den Spielball: "Ich will mich die nächsten Jahre gut daran erinnern können."

 

München - Als Javi Martínez nach dem 5:0-Sieg über Hannover 96 aus der Kabine kam, strahlte er wie ein Honigkuchenpferd. Gut gelaunt beantwortete er brav alle Fragen der Journalisten. In den Händen hielt er dabei seine Trophäe: den Spielball, mit dem er per Fallrückzieher sein erstes Tor für den FC Bayern erzielt hatte.

"Es war mein erstes Tor in der Bundesliga, daran will ich mich die nächsten Jahre gut erinnern können", begründete der 24-Jährige seinen Diebeszug.

In der dritten Minute hatte er eine Kopfballvorlage von Bastian Schweinsteiger nach Ecke von Toni Kroos perfekt berechnet und mit dem linken Fuß per Fallrückzieher im Hannover-Tor untergebracht - sein erstes Tor auf diese Art im Profi-Fußball, deswegen auch die Balldieb-Aktion.

"Ein paar haben schon geflachst: Lionel Messi nimmt den Ball nach drei Toren mit, er als Defensivspieler schon nach einem", meinte Torwart Manuel Neuer.

Fallrückzieher scheinen dieser Tage Konjunktur zu haben - erst traf Zlatan Ibrahimovic mit Schweden gegen England, dann Philippe Mexes mit Milan gegen Anderlecht, nun Martínez. "Ja, die anderen habe ich gesehen", sagte der nach dem Hannover-Spiel: "Das waren echt schöne Tore nicht? Das von Ibra war aber schon noch besser als meins jetzt."

Im Schoße der Bayern-Familie ist Martínez mit seinem Traumtor endlich angekommen. Nach dem Treffer herzten ihn alle neun Feldspieler, eine riesige Jubeltraube. Der Spanier gab das Kompliment nach dem Spiel zurück: "Es macht Spaß in dieser Mannschaft. Ich bin sehr zufrieden, weil ich der Mannschaft helfen konnte. Das schnelle Tor hat die Sache einfacher gemacht."

Am Sonntag präzisierte er bei "fcb.tv": "Schritt für Schritt geht es besser voran. Der Trainer hilft mir sehr, mich hier zu entwickeln. Ich hoffe, dass ich der Mannschaft künftig noch mehr helfen kann."

 

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