Nach DFB-Entscheidung Nur vereinzelte Proteste von Ultras im Stadion

Düsseldorfer Fans hängenin der Esprit-Arena vor Spielbeginn ein Banner mit der Aufschrift "Schämt euch" auf. Foto: Jonas Güttler/dpa

Am ersten Spieltag nach der umstrittenen DFB-Entscheidung zur Sicherheit in Stadien kam es nur zu vereinzelten Protesten der Ultra-Fans in den Stadien.

Köln – Die große Protestwelle der Ultra-Fans in den Stadien der Fußball-Bundesliga ist am ersten Spieltag nach der Verabschiedung des umstrittenen Sicherheitskonzeptes ausgeblieben. Die Kundgebungen blieben relativ zaghaft, heftigere Proteste riefen mitunter Widerstand im übrigen Publikum hervor.

So beim Samstag-Spiel des VfL Wolfsburg gegen Eintracht Frankfurt, als die VfL-Ultras in ihrem Block eine Rauchbombe zündeten und dafür ausgepfiffen wurden. Die Halbzeitansprache des Stadionsprechers gegen Pyrotechnik rief im ganzen Stadion außer bei den Ultras Applaus hervor.

In Düsseldorf sangen die Fortuna-Ultras nach dem schon obligatorischen zwölfminütigen Schweigen „Wir sind die Fans, die ihr nicht wollt“, räumten dann ihren Block und verpassten den Treffer zum 1:0 ihrer Mannschaft durch Dani Schahin gegen Hannover 96.

In Leverkusen hingen zwar wie auch in anderen Stadien Plakate („Ohne Stimme keine Stimmung“, 'Wir können nicht singen, wir sind verstummt!", „Footbal without politics“), doch im Fanblock klatschten und jubelten einige mit. Nach elf Minuten hielten die Bayer-Ultras über den halben Fanblock schwarze Plakate, der Rest im Stadion verhielt sich wie immer.

In Fürth unterbrachen im Kellerduell die Augsburger Ultras ihr Schweigen in der neunten Minute nach dem Führungstreffer durch Sascha Mölders und legten nach 12 Minuten und 12 Sekunden nach: Sie zündeten eine Rauchbombe.

In Mainz hielten beim Spiel des FSV gegen den VfB Stuttgart beide Ultra-Lager das Schweigen bis in die 13. Minute konsequent durch. Im VfB-Block wurde zum Anpfiff ein Plakat gezeigt: 'Dialog, Wofür?"

 

0 Kommentare