Nach der Wahl am Freitag Bayern-Präsident Hoeneß strebt Aufsichtsratsvorsitz an

Triumphator: Uli Hoeneß nach seiner Wahl zum Präsidenten des FC Bayern. Foto: sampics/Augenklick

"Ich möchte ein Bindeglied zwischen dem Aufsichtsrat und dem Vorstand sein. Ich möchte ein Bindeglied zwischen dem Verwaltungsbeirat und dem Präsidium sein", sagte Uli Hoeneß am Freitagabend. Der alte und neue Präsident des FC Bayern will aber mehr.

 

München - Uli Hoeneß strebt nach seiner Rückkehr in das Präsidentenamt des FC Bayern auch wieder den Vorsitz im Aufsichtsrat des deutschen Rekordmeisters an.

Der 64-Jährige wird nach seiner Wahl auf der Jahreshauptversammlung am Freitagabend automatisch wieder Mitglied im Kontrollgremium der FC Bayern AG. Voraussichtlich im Februar 2017 wird der neue Aufsichtsrat zu seiner konstituierenden Sitzung zusammenkommen.

"Und dann wird dieser Aufsichtsrat aus seiner Mitte den Vorsitzenden wählen", kündigte Hoeneß nach der Jahreshauptversammlung an und fügte auf Nachfrage deutlich hinzu: "Wenn ich von den Kollegen gebeten werde, werde ich das selbstverständlich machen."

Schon in seiner ersten Amtszeit als Präsident von 2009 bis 2014 hatte er beide Ämter inne gehabt. Nach seiner Verurteilung zu einer Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung im Frühjahr 2014 war er von beiden Posten zurückgetreten.

Aktuell gehören neun Personen dem Aufsichtsrat des Bundesligisten an. Angeführt wird das mit einigen deutschen Topmanagern besetzte Gremium noch von Karl Hopfner, der sich am Freitagabend nicht mehr als Präsident zur Wahl gestellt hatte und sich ganz aus dem Präsidium zurückzog.

Der zum neuen ersten Vizepräsidenten gewählte Dieter Mayer wird zusammen mit Hoeneß als Vertreter des FC Bayern München e.V. in den Aufsichtsrat einziehen.

 

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