Nach dem Eier-Ausblasen Statt Verlegenheits-Rührei: Die besten Rezeptideen für Ostern

Wohin mit all den ausgeblasenen Eiern? Acht raffinierte Rezepte. Foto: AZ-Montage/Manuela Rüther/dpa/imago (2x)

Israelisch, französisch oder einfach beschwipst: Mit dem gelb-weißen Wunderding kann man so viel anfangen!

 

Nun sind die 20 oder 30 oder 50 Eier ausgeblasen, hängen bunt bemalt am Osterstrauß auf dem Esstisch – leider schwappen halt auch 20 oder 30 oder 50 Ei-Inhalte in einer Schüssel im Kühlschrank herum.

Sie können natürlich immer Verlegenheits-Rührei draus machen (auch das kann ja wunderbar schmecken). Oder Sie nutzen die Ostertage auch dazu, aus den „verlorenen Eiern“ ein paar richtig schöne Dinge zu zaubern – von herzhaften Crêpes über Eier im Schinkenkörbchen (Angaben jeweils für 4 Personen) bis zu einer Eierspeise, die in eine Flasche gehört.

Und wenn nichts davon klappt, geht am Ende ja immer noch das Rührei.

Wohin mit all den ausgeblasenen Eiern? Acht raffinierte Rezepte zeigen, was alles möglich ist.

Herzhafte Crêpes:

Zutaten:  
Teig Füllung
2 Eier 100 g Feta, zerkrümelt
150 g Weizenmehl, gesiebt 250 g Blattspinat
200 ml Milch 1 mittelgroße Zwiebel
1 Prise Salz 1 Knoblauchzehe
  2 EL Olivenöl
  Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Dazu: geröstete Pinienkerne

Zubereitung: Mehl mit Eiern und Milch zu glattem Teig verrühren. Sehr dünne Crêpes in einer Pfanne hellbraun braten. Spinat waschen, abtropfen lassen.

Gewürfelte Zwiebel und fein geschnittenen Knoblauch in Öl anbraten. Spinat dazugeben und dünsten. Abtropfen lassen. Feta untermischen, abschmecken. Crêpes mit der Masse füllen, Pinienkerne einstreuen. Crêpes rollen. Heiß servieren.


Käse-Törtchen:

Zutaten:
40 g Butter
40 g Mehl
250 ml Milch
150 g Edelpilzkäse (mild)
5 Eier
Muskat
75 Gramm Crème fraîche


Knusprig: Käse-Törtchen. Foto: imago

Zubereitung: Butter schmelzen. Mehl dazugeben, etwa eine Minute unter Rühren andünsten. Milch nach und nach dazu gießen, mit einem Schneebesen kräftig rühren. Eine Minute kochen lassen, vom Herd nehmen, abkühlen lassen. Ofen auf 180 Grad vorheizen, Förmchen buttern, mit etwas Mehl ausstreuen.

Den Käse zerbröckeln. Die Eier trennen. Das Eiweiß steif schlagen. Eigelb und 100 g Käse unter die Soße rühren. Mit Pfeffer und Muskat würzen. Den Eischnee vorsichtig unterheben. Masse in die Förmchen geben. Die Förmchen im Wasserbad 25 Minuten backen.

Aus dem Wasser heben, bei 200 Grad weitere 15 Minuten backen. Auf ein Backblech geben. Mit Crème fraîche bestreichen, restlichen Käse drüberstreuen. Törtchen noch einmal 10 Minuten überbacken. Dazu passt Aprikosen-Chutney.


Frittata alla menta:

Zutaten:
1 Bund frische Minze
6 Eier
1 Zwiebel
50 g geriebener Parmesan
Salz, schwarzer Pfeffer
40 g Butter
4 EL Olivenöl


Frisch: Frittata mit Minze und Parmesan. Foto: Imago

Zubereitung: Minze waschen und grob hacken. Eier in einer Schüssel verschlagen, Parmesan und Minze unterrühren. Mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken. Zwiebel hacken und mit etwas Olivenöl in der Pfanne anschwitzen – nicht anbräunen. Wenn die Zwiebeln so weit sind, die Eimasse in die Pfanne gießen und einen Deckel oder Teller darauf geben.

Zehn Minuten bei geringer Hitze stocken lassen. Immer wieder rütteln, damit sie nicht festpappt. Teller festhalten, mit der Pfanne umdrehen und die Frittata zurück in die Pfanne gleiten lassen. Von der anderen Seite bräunen lassen. Schmeckt auch kalt sehr gut!


Speckeier:

Zutaten:
24 Scheiben Frühstücksspeck, dünn geschnitten
8 Scheiben Brioche- oder Weißbrot, dünn geschnitten
Butter
8 Eier
Salz
1 Messerspitze Paprika
etwas Muskat


Eier im Korb – suchen muss sie aber niemand.    
Foto: Manuela Rüther/dpa

Zubereitung: Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Muffinformen mit jeweils drei Speckstreifen auslegen. Die Brioche-Scheiben so ausschneiden, dass sie in die Formen passen und jede buttern. Anschließend je ein Brot in jede Form legen. Je ein Ei hineingeben – wenn möglich so, dass das Eigelb nicht kaputtgeht.

Die Eierkörbchen mit Salz, Paprika und Muskat würzen und im Ofen so lange backen, bis das Ei gestockt ist – das dauert etwa 12 bis 15 Minuten.


Eierlikör:

Zutaten:
8 frische (!) Eier Größe M
1 Päckchen Vanillezucker
250 g Puderzucker
1 Dose (340 ml) Kondensmilch (7,5 Prozent Fett)
1/4 l weißer Rum

 


Nichts für Kinder: Eierlikör. Foto: imago

Zubereitung: Die Eier trennen. Die Eigelbe und den Vanillezucker in einer Metallschüssel verrühren. Nach und nach Puderzucker, Kondensmilch und Rum unterrühren. Die Eierlikör-Masse mit einem Schneebesen (oder Rührgerät) über einem heißen Wasserbad etwa 6 Minuten lang dick-cremig aufschlagen.

Mit einem Trichter in Flaschen abfüllen. Wer mag, kann noch mit Schokolade im Likör experimentieren. Dafür 50 g Zartbitter-Schokolade schmelzen und ebenfalls im Wasserbad unter die Eimasse rühren.

Selbstgemachter Eierlikör hält sich gut verschlossen im Kühlschrank etwa vier bis sechs Wochen.


Crème Caramel:

Zutaten:  
Karamellspiegel: Crème
100 g Zucker 150 ml Milch
40 ml Wasser 100 ml Sahne
30 ml Amaretto (optional) 1 Ei
  30 g Zucker
  Inneres einer Vanilleschote

 


Cremig: Vanille und Karamell gehören dazu.    Foto: Mascha Brichta/dpa

Zubereitung: Zucker, Wasser und Amaretto unter Rühren erhitzen. Wenn der Zucker bernsteinfarben ist, vom Herd nehmen und in gebutterte Dessertförmchen gießen. Erkalten lassen. Für die Crème Milch, Sahne, Zucker und Vanille verrühren und erhitzen. Vom Herd nehmen, das Ei unterrühren. Die Creme in die Dessertförmchen gießen.

Die Schälchen in ein Wasserbad stellen – zum Beispiel in einer Auflaufform. Sie sollten mindestens bis zur Hälfte im Wasser stehen. Bei 120 Grad etwa 40 Minuten lang im Ofen stocken lassen.


French Toast:

Zutaten:
4 Eier
250 ml Milch
1 TL Zimt
8 Toastscheiben (müssen nicht zwingend frisch sein)
Puderzucker oder Ahornsirup

 


Süß mit süß und süß: French Toast. Foto: imago

Zubereitung:  French Toast – oder weniger hochtrabend „Arme Ritter“ genannt – ist kinderleicht: Eier, Milch und Zimt mit einem Schneebesen verrühren. Öl in einer Pfanne erhitzen. Toastscheiben in die Milch-Ei-Mischung tunken, dann in der Pfanne goldbraun braten.

Fertige Scheiben mit Puderzucker bestäuben oder Ahornsirup übergießen – oder beides.


Shakshuka:

Zutaten:   (für sechs Personen)
10 Tomaten
2 Zwiebeln
4 Knoblauchzehen
6 EL Olivenöl
100 ml Tomatenmark
1 grüne Chili
1 TL Paprikapulver
1/2 TL Chilipulver
1/2 TL Kreuzkümmel
6 Eier
glatte Petersilie

Salz und Pfeffer

 


Würzig: das Tomaten-Schmorgericht Shakshuka. Foto: imago.

Zubereitung: Das israelische Nationalgericht lässt sich relativ einfach zubereiten: Zwiebeln und Tomaten würfeln. Knoblauch in Scheiben, Chilischote in kleine Würfel schneiden. Zwiebeln in heißem Öl mit Salz in der Pfanne glasig dünsten. Knoblauch und Chili dazu, leicht braun rösten. Gewürze in die Pfanne geben. Tomaten und Tomatenmark in die Pfanne, nur leicht köcheln lassen, bis die Masse auf zwei Drittel reduziert ist. Salzen und pfeffern.

Mit einem Löffel kleine Mulden in die Soße machen. Die Eier einzeln und vorsichtig hineingeben. Herd ausschalten und die Soße ziehen lassen, bis die Eier gar sind – etwa zehn Minuten. Salz auf die Eier und Petersilie auf die Shakshuka geben. Mit Pita-Brot servieren.


Testen Sie ihr (unnützes) Wissen rund um die Osterfeiertage!

 
 

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