Nach dem 0:4 gegen Stuttgart Peinliche Pleite! Von Ahlen von Fans beschimpft

Das erste Testspiel der Wintervorbereitung verlor der TSV 1860 gegen den VfB Stuttgart II mit 0:4. Foto: Marc Merten

Man kann ein Testspiel verlieren, aber nicht so: Der TSV 1860 hat sich gegen den VfB Stuttgart II bis auf die Knochen blamiert. 

München - Was für ein Fehlstart ins neue Jahr für den TSV 1860. Am eigenen Trainingsgelände blamierten sich die Löwen-Profis gegen die Amateure des VfB Stuttgart und zeigten beim 0:4 (0:2) eine indiskutable Leistung.

Sportchef Gerhard Poschner verschwand nach dem Spiel mit versteinerter Miene in der Kabine. Investoren-Vertreter Noor Basha stand noch eine halbe Stunde nach Spielschluss mit Fans zusammen und versuchte sie zu beruhigen. Und Trainer Markus von Ahlen musste sich von einigen Anhängern beschimpfen lassen und wurde in den Zirkus Krone gewünscht.

Vier Watschn von einem Drittligisten: Selbst in den schlimmsten Alpträumen hätten sich die Löwen-Anhänger keinen schlechteren Start ins Jahr vorstellen können. Auch „Allesfahrer“ Franz Hell war „schockiert“. „Das muss ich erst einmal sacken lassen. Hier sagen alle, sie hätten keine Angst vor dem Abstieg. Aber ich erinnere mich noch gut, wie wir vor zehn Jahren keine Angst hatten und abgestiegen sind.“

Nur einen Tag nach dem Trainingsauftakt ist die Stimmung bei Sechzig wieder auf dem Tiefpunkt angelangt.

Vom Winde verweht, fabrizierten die Löwen bei schwierigen Bedingungen einen Fehler nach dem nächsten. Fast schon in gewohnter Manier schenkte sich die TSV-Defensive die Tore fast selbst ein. Höhepunkt des Fehler-Festivals war das 0:3, das Stuttgarts Torhüter (!) Benjamin Uphoff erzielte. Mit einem kuriosen Abschlag, der von einer Böe getragen hinter dem verdutzten Vitus Eicher einschlug.

Von Ahlen blieb nach dem Spiel nichts anderes übrig, als seine Mannschaft für die schwache Vorstellung zu kritisieren. Etwas, das er nur äußerst selten getan hatte in den letzten Monaten. „Ich werde mit der Mannschaft sprechen. Mir war gerade in der ersten Halbzeit viel zu wenig Leben drin. Die Gegentore waren Geschenke.“

Er sei sich des fatalen Zeichens bewusst, das dieses verkorkste Testspiel aussendete. „Das ist überhaupt nicht gut. Wir haben viel Arbeit vor uns.“ Dabei hatte von Ahlen noch am Vortag davon gesprochen, die positive Tendenz aus den letzten zwei Pflichtspielen vor Weihnachten mit in die Vorbereitung nehmen zu wollen. Das hat sich nun zerschlagen. Von Ahlen erklärte, der Test sei wichtig gewesen „um zu sehen, welcher Spieler wo steht“. Die Erkenntnisse dürften ihm zu denken geben.

Was bleibt, ist die Hoffnung, dass die Niederlage der nötige Warnschuss zur rechten Zeit war. Von Ahlen und den Spielern bleibt genau ein Monat, um wieder in Form zu kommen. Das 0:4 gegen Stuttgart war der Beweis, dass Sechzig noch einen langen Weg vor sich hat.

 

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