Nach "Charlie-Hebdo"-Morden Nach Paris-Terror: Angst vor Islam-Hass

2000 Demonstranten sind am Montag am Sendlinger Tor gegen "Muegida" auf die Straße gegangen. Kommenden Montag sollen es gegen "Bagida" noch mehr werden. Foto: Daniel von Loeper

Bekommen Islamgegner wie die Pegida jetzt neuen Aufwind: Nach dem Terroranschlag in Paris glaubt eine Expertin, dass sich die Stimmung mit anti-islamischen Tendenzen weiter aufheizt.

 

Köln - Nach dem Terroranschlag auf das religionskritische Satiremagazin "Charlie Hebdo" könnte sich hierzulande die Stimmung mit anti-islamischen Tendenzen weiter aufheizen. Das befürchtet die Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor, die auch Vorsitzende des Liberal-Islamischen Bunds in Köln ist.

Zwei Männer waren am Mittwoch in die Redaktionsräume des Magazins in Paris eingedrungen, hatten um sich geschossen und "Allah ist groß" gerufen. Diese barbarische Tat könne auch "Wasser auf die Mühlen der Scharfmacher auf beiden Seiten" in Deutschland sein, sagte Religionspädagogin Kaddor der Deutschen Presse-Agentur.

Auftrieb bekommen könnten islamische Fundamentalisten einerseits und Islamgegner wie die Pegida ("Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes") auf der anderen Seite. Sie halte es für gefährlich, dass die Anti-Islam-Bewegung Pegida Tausende für ihre Demos gewinnen könne, betonte Kaddor. Viele Muslime in Deutschland seien innerlich zerrissen und frustriert.

 

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