Nach Brand im Stall Polizei warnt: Entlaufender Stier hält das Allgäu in Atem

Die Polizei warnt vor einem freilaufenden Stier im Großraum Memmingen. Foto: imago

Nach dem Brand eines Rinderstalls im Unterallgäu sucht die Polizei noch immer einen flüchtigen Stier. Das Tier war bei dem Feuer am Samstagabend ausgebüxt und wurde seitdem nicht gefunden, teilte die Polizei am Dienstag mit.

 

Mindelheim - Der Eigentümer warnt Anwohner und Passanten davor, auf den Stier zuzugehen, da die Reaktion des Tieres schwer einzuschätzen sei.

Etwa 70 Rinder waren in dem Stall im Mindelheimer Ortsteil Gernstall (Kreis Memmingen) untergebracht, der am Samstagabend in Flammen aufging. Die Rinder wurden ins Freie getrieben, drei Tiere starben. Wegen der zum Teil panisch umherspringenden Rinder wurden die Züge auf einer naheliegenden Bahnstrecke vorübergehend abgebremst. Später wurde die Herde auf einer Wiese zusammengetrieben und eingezäunt. Ein Stier entwischte den Helfern jedoch.

Seit Samstagabend ist der verängstigte Stier auf der Flucht und konnte auch 48 Stunden nach dem Brand noch nicht wieder eingefangen werden. Aus diesem Grund bittet die Mindelheimer Polizei unter der Rufnummer 08261 7685-0 um Mitteilung, falls ein freilaufendes Rind gesichtet wird.

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Memmingen zur Ursache des Brandes verliefen bislang ohne Erfolg. Zwar konnten die Ermittler die mögliche Brandausbruchstelle im Obergeschoss des Gebäudes herausfinden, was aber letztlich zum Ausbruch führte, wird aufgrund des hohen Zerstörungsgrades am Brandort kaum mehr zu ermitteln sein. Ein technischer Defekt scheint jedoch wahrscheinlich.

Bei dem Brand ist ein Schaden von mehr als 500.000 Euro entstanden. Personen wurden nicht verletzt. Das leerstehende Wohnhaus blieb unbeschadet.

 

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