Nach Ausschreitungen Bautzener Oberbürgermeister zum Gespräch mit Rechten bereit

Bautzens Oberbürgermeister Alexander Ahrens Foto: dpa

Brennpunkt Bautzen: Nachdem hier Flüchtlinge und Neonazis aneinandergeraten sind, ist die Stimmung extrem angespannt. Der Bürgermeister signalisiert Gesprächsbereitschaft.

 

Bautzen - Nach den gewalttätigen Ausschreitungen zwischen jungen Flüchtlingen und Rechtsextremen in Bautzen will Oberbürgermeister Alexander Ahrens (parteilos) auch mit Rechten reden. "Zu einem sachlichen Gespräch bin ich immer bereit. Dabei betrachte ich die verwendeten Formulierungen nicht als Bedingung", sagte das Stadtoberhaupt am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatten rechte Gruppierungen ihre für Freitag angekündigte Demonstration in Bautzen abgesagt.

Die Gruppierungen mit Namen wie "Nationale Front Bautzen" und "rechtes-kollektiv.BZ" verbreiteten nach den Ausschreitungen eine Erklärung. "Ab sofort werden wir Bautzens Politikern die Möglichkeit geben, Taten folgen zu lassen. Wir erwarten eine deutlich spürbare Verbesserung der Situation in unserer Stadt. Wir werden uns die Veränderungen anschauen und wöchentlich gemeinsam entscheiden, ob wir neu mobilisieren, oder ob die Veränderungen spürbar sind", hieß es darin.

Der Oberbürgermeister erwiderte: "Gerne können wir über Versäumnissen und Missstände sprechen, wobei ich diesen Themenkreis nicht auf die Verwaltung beschränkt sehen möchte. Es geht ausdrücklich auch um Missstände auf Seiten der Unterzeichner des Redeangebotes."