Nach Angaben der Regierung Ausnahmezustand auf Malediven betrifft Tourismus nicht

Für Malediven-Urlauber hat der dort herrschende Ausnahmezustand nach Angaben der Regierung keine Auswirkungen. Das Leben in dem Inselstaat im Indischen Ozean gehe normal weiter, teilte das Außenministerium mit.

 

Malé - "Der Ausnahmezustand befasst sich mit einigen internen Aspekten der Staatsführung und betrifft größtenteils die Hauptstadt-Insel Malé, und nicht die Touristen-Resorts, die Touristen-Inseln und den Tourismus im Allgemeinen", hieß es. Internationale Partner seien eingeladen, sich vor Ort ein Bild von der sicheren Situation zu machen.

Der Oberste Gerichtshof des Landes hatte vergangenen Donnerstag unter anderem die Verfahren gegen acht inhaftierte Oppositionspolitiker und den im Exil lebenden Ex-Präsidenten Mohamed Nasheed für verfassungswidrig erklärt. Die Regierung weigerte sich, die Gefangenen freizulassen, nach tagelangen Demonstrationen rief Präsident Abdulla Yameen am Montag den Ausnahmezustand aus. Daraufhin wurden unter anderen zwei Richter des Obersten Gerichts sowie der frühere jahrzehntelange Präsident Maumoon Abdul Gayoom festgenommen.

Internationale Besorgnis

UN-Generalsekretär António Guterres, die EU und mehrere Länder, darunter die USA, Großbritannien und auch Deutschland, äußerten Besorgnis über die Situation. Das Auswärtige Amt empfahl Reisenden, die Hauptstadt Malé zu meiden.

Nasheed, von 2008 bis 2012 als erster frei gewählter Präsident der vom Tourismus lebenden Inselkette im Amt, bat Indien einzugreifen. Das war bei einem Putschversuch gegen Gayoom im Jahr 1988 bereits einmal geschehen. Yameen steht Indiens Rivalen China nahe.

 

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