MVG-Wiesnbilanz Gigantische Müllberge und 121 Sperrungen der Haltestelle Theresienweise

Zur Oktoberfest-Zeit ist das Gedrängel an der Theresienwiese groß. Die Stadt will die U-Bahn-Station deshalb ausbauen. Die MVG träumt sogar von vier Gleisen. Foto: imago

Jeder der schon mal auf der Wiesn war weiß: Während des Oktoberfests herrscht in der U-Bahn-Station Theresienwiese absoluter Ausnahmezustand. Jetzt hat die MVG nach 16-Großkampftagen Billanz gezogen.

München - Es war etwas ruhiger in diesem Jahr, aber dennoch ein Kraftakt: Die Wiesn ist und bleibt die härteste Zeit des Jahres für MVG und U-Bahnwache. U-Bahn, Bus und Tram haben heuer rund 3,5 Millionen zusätzliche Fahrgäste befördert, in den Spitzenzeiten waren die Fahrzeuge natürlich wieder bis auf den letzten Platz besetzt.

Der U-Bahnhof Theresienwiese musste bis einschließlich Samstag 121 Mal wegen Überlastung kurzzeitig geschlossen werden. Der Haupteingang zur Theresienwiese war 85 Mal zu, der hintere Ausgang zur Paulskirche 36 Mal. Zusätzlich gab es fünf Sperrungen am Goetheplatz.

Dank des massiven Personaleinsatzes kam es in den 16 Tagen zu keinen nennenswerten Zwischenfällen. In Spitzenzeiten hatten MVG und U-Bahnwache gleichzeitig bis zu 60 Mitarbeiter allein im U-Bahnhof Theresienwiese im Einsatz, um hier die Sicherheit der Wiesn-Besucher zu gewährleisten.

Viele Fahrgäste hinterlassen viele Spuren: Das Müllaufkommen im U-Bahnhof Theresienwiese verzehnfachte sich während der Wiesn: Die Reinigungskräfte kehrten dort rund 100 Badewannen Abfall zusammen. Die Sanitäter im Bahnhof Theresienwiese kamen rund 100 Mal zum Einsatz.

Aber all den Mühen standen offenbar auch gute Umsätze gegenüber: Allein via Handy-Ticket wurden teilweise mehr als 11.000 Fahrscheine pro Tag verkauft – doppelt so viele wie zum Oktoberfest 2014.

 

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