Munitionsfund in Freimann OB Reiter über Kosten: Freistaat und Bund sollen zahlen

, aktualisiert am 24.03.2017 - 08:52 Uhr
Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) fordert einen finanziell gerechte Lösung für alle Beteiligten. Foto: Berufsfeuerwehr München/Andreas Gebert/dpa/AZ

Nach dem tonnenschweren Munitionsfund auf einem Grundstück in Freimann werden die entstandenen Kosten Thema im Stadtrat werden. Jetzt spricht erstmals Oberbürgermeister Dieter Reiter über die Finanzierung – der SPD-Politiker bezieht klar Stellung.

Schwabing/Freimann - Beinahe 100 Anwohner, die vom Munitionsfund im Zwergackerweg in Freimann betroffen sind, sind derzeit noch in Hotelzimmern untergebracht. Insgesamt mussten rund 200 Menschen ihre Häuser verlassen. Die finanzielle Vorleistung dafür übernimmt bis auf weiteres die Stadt München. Auch die Kosten für den Sicherheitsdienst, der das Sperrgebiet überwacht sowie die Bauzäune, die das Areal eingrenzen, hat das Rathaus übernommen.

Am Donnerstag äußerte sich Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) zur Kosten-Situation - und nimmt sowohl den Freistaat als auch den Bund in die Pflicht. Reiter spricht von einer "besonderen Belastungssituation der Betroffenen in Freimann".

In der Vollversammlung des Münchner Stadtrats am 5. April sollen die Kreisverwaltungsreferenten eine finanziell gerechte Lösung für die betroffenen Eigentümer und Anwohner vorschlagen. "Ich möchte insbesondere, dass diesen keine Kosten durch die Unterbringung in Hotels entstehen. Ich gehe davon aus, dass sich auch Freistaat und/oder Bund hieran angemessen beteiligen", so Reiter.

Letzten Freitag mussten die Bewohner am Morgen ihre Häuser verlassen. Auch weil Komplikationen bei den Räumungsarbeiten aufgekommen sind, ist wohl damit zu rechnen, dass die Anwohner erst zu Beginn der nächsten Woche wieder nach Hause dürfen.

 

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