Multifunktionsarena am Olympiapark Einigung steht bevor: Heimatgefühle und Happy End

Auf dem Olympiagelände wird die neue Multifunktionsarena, die der EHC Red Bull München und Bayerns Basketballer nutzen werden, entstehen. Foto: dpa, Rauchensteiner/Augenklick

Die Verhandlungen über den Bau der neuen Arena für den EHC und Bayerns Basketballer sind fast abgeschlossen. OB Reiter: "Es sieht gut aus!"

München - Sie verhandeln seit Monaten, eigentlich seit Jahren über den Bau einer neuen Multifunktionsarena auf dem Olympiagelände.

Dort soll das Stadion de luxe für gut 100 Millionen Euro entstehen, das dann von den Meister-Eishacklern des EHC Red Bull München und den Basketballern des FC Bayern (als Mieter) gemeinsam genutzt werden wird – und bei dem die Stadt München als weiterer Dauermieter fungiert.

Jetzt sind die Verhandlungen nach AZ-Informationen auf der Zielgeraden. Im Frühherbst könnten die Verträge unterschrieben werden. "Die Gespräche sind weitgehend abgeschlossen. Und es sieht gut aus, das hat mir Bürgermeisterin Christine Strobl, die die Verhandlungen geführt hat, signalisiert", erklärte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter kürzlich der AZ, "die Schwierigkeit ist eher, die Abstimmung zwischen den großen Nutzern herzustellen. Man muss sich sehr detailliert über die unterschiedliche Nutzung der Flächen unterhalten. Das scheint zu einem guten Ende zu kommen."

Also: Happy End und Heimatgefühle? Auch die jeweiligen Ligen – Eishockey und Basketball – sind daran interessiert, Terminkollisionen zu verhindern. Da ist es natürlich hilfreich, dass die Fernsehrechte sowohl bei der DEL als auch der BBL bei der Telekom liegen.

Klar ist: Red Bull wird die Halle allein finanzieren. Die Arena wird beim Eishockey etwa 10.000 Fans, beim Basketball zusätzlich 1.500 Zuschauern mehr Platz bieten. Die Baupläne sind ausgearbeitet, eine Fertigstellung wäre frühestens 2019/2020 möglich. Und München, das sich ja als Sporthauptstadt versteht, braucht eine neue Multifunktionsarena dringend, die Olympiaeishalle ist fast marode. "Ich freue mich, wenn es gelingt, gemeinsam mit den zwei privaten Vereinen und Investoren eine supermoderne, neue Sportarena zu realisieren. Das ist ein tolles Zeichen für die Sportstadt München", sagte OB Reiter.

Miete für 20 Jahre

Die Dauermiete würde im Fall der Stadt nach AZ-Informationen 20 Jahre betragen, das Stadion könnte unter anderem für den Publikumslauf genutzt werden. "Da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen", meinte Reiter. Auch die Bayern werden sich langfristig binden, ihre momentane Spielstätte, den Audi Dome, aber nicht komplett aufgeben. Im Moment laufen bereits Verhandlungen mit mehreren externen Geldgebern, die als Namenssponsor fungieren können.

Das Stadion wird auf keinen Fall Red-Bull-Arena heißen, darauf haben sich die Parteien geeinigt. Sowohl Red Bull als auch die Bayern favorisieren einen langfristigen strategischen Partner. Einen der Kategorie Global Player. Dieser müsste sich über Jahre als Namenssponsor zur Verfügung stellen. Synergien mit US-Profiligen wären dabei gerne gesehen. Die neue Heimat, sie wird immer konkreter.

 

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