Die letzte Woche vor dem Ende der Transferfrist beginnt turbulent beim FC Bayern. Rudy ist jetzt auf Schalke. Einen Coman-Ersatz schließen die Bosse aus, Boatengs Wechsel nicht.

München - Den 31. August hat sich natürlich auch Hasan Salihamidzic in seinem Kalender markiert. Am Freitag um 18 Uhr endet nämlich die Wechselfrist in der Bundesliga. Und auch in allen anderen europäischen Ligen schließt dann um spätestens 23.59 Uhr das Sommertransferfenster.

Der Sportdirektor dürfte mit ein wenig Sehnsucht auf den Deadline-Day vorausblicken. Denn ab dann werden die Gerüchte um die Profis des FC Bayern und die, die zukünftig als solche gehandelt werden, zwangsläufig schlagartig ausgebremst sein. Klar, dass die Spekulationen zu Wochenbeginn noch mal entsprechend zunehmen und Salihamidzic damit aktuell noch viel zu tun hat.

Immerhin die Causa Sebastian Rudy ist bereits abgeschlossen. Der Nationalspieler absolvierte am Montagnachmittag nämlich den Medizincheck beim FC Schalke 04 und unterschrieb einen Vierjahresvertrag. Der deutsche Rekordmeister bestätigte den Deal am Abend.

Neue Bewegung im Fall Boateng

Und auch in den Poker um Jérôme Boateng ist noch mal Bewegung gekommen. "Bild" berichtet von Geheimverhandlungen von Salihamidzic mit seinem Kollegen von Paris Saint-Germain, Antero Henrique. PSG-Trainer Thomas Tuchel will den Weltmeister trotz der Verpflichtung von Schalkes Abwehr-Talent Thilo Kehrer für 37 Millionen Euro immer noch gerne in seinem Team sehen.

Der Knackpunkt dabei ist die Ablösesumme von mindestens 50 Millionen, die Bayern fordert. "Wir haben noch vier Tage Transferzeit. Ich schließe weder das eine noch das andere aus", sagte Rummenigge, "man muss die Nerven bewahren." 

Rummenigge setzt auf interne Lösungen

Ein mögliches Tauschgeschäft mit Nationalspieler Julian Draxler, der praktischerweise auch ein möglicher Ersatz für den verletzten Außenspieler Kingsley Coman wäre, schlossen die Bayern aber schon aus. "Wir kaufen keinen Spieler für drei Monate", sagte Vereinspräsident Uli Hoeneß am Montag.

Auch Rummenigge bestätigte, den Coman-Ausfall mannschaftsintern auffangen zu wollen, nannte Arjen Robben, Franck Ribéry und Serge Gnabry. "Wir werden den drei Spielern vertrauen." 

PSG wird sich also wohl eine andere Lösung einfallen lassen müssen, um die Financial-Fairplay-Regeln, die einen 50-Millionen-Deal für Boateng noch ausbremsen, zu umgehen. Gleiches gilt im Fall von Verteidiger Juan Bernat, sofern sich das angebliche Interesse aus Paris an ihm tatsächlich bewahrheiten sollte. Am Freitag wird es Antworten geben – spätestens um 23..59 Uhr.