München Wiesnwirt Sepp Krätz ist „Gastronom des Jahres“

Gastronom des Jahres: Sepp Krätz Foto: Mike Schmalz

MÜNCHEN - Der Münchner Wiesnwirt Sepp Krätz ist vomSchlemmer Atlas zum „Gastronom des Jahres“ gekürt worden. Der 55-Jährige wird am 14. September in der Münchner Residenz geehrt.

 

Er ist der Beste ganz Deutschlands: Münchens Promi-Wirt Sepp Krätz ist vom „Schlemmer-Atlas“ zum Gastronom des Jahres 2011 gekürt worden. Unter 4000 Wirten wurde der Münchner als bester des Landes ausgezeichnet. „Die Freude ist riesig. Es gibt so viele Kollegen, die diese Auszeichnung verdient hätten“, sagte Krätz gestern der AZ, „dass ich es bin, hätte ich nie gedacht.“

Mit der Auszeichnung, die am 14. September in der Münchner Residenz durch Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer verliehen wird, reiht sich Krätz in die Reihe von Gerd Käfer und Roland Zadra ein. Sie hatten in den Jahren zuvor die Auszeichnung des Busche-Restaurantführers bekommen.

„Das sind Vorbilder, an die es schwer wird, heranzukommen“, sagt Krätz. Ihm sei wichtig, dass ein bayerischer Betrieb als bester Deutschlands gilt. „Wir haben hier viele Vorzeige-Wirtschaften. Ich finde, diese Auszeichnung tut der Stadt München sehr gut und es macht mich stolz, sie nach außen repräsentieren zu dürfen.“

Der Schlemmer-Atlas drückt sich in seiner Mitteilung blumiger aus: „Große Persönlichkeiten verdienen Hochachtung. Sepp Krätz ist eine solche. Als Unternehmer hat sich der Gastronom des Jahres über die Grenzen hinaus als strahlender Gastronom positioniert.“

Der gelehrte Metzgermeister Krätz ist seit 30 Jahren im Geschäft: Erst übernahm er die Waldwirtschaft in Großhesselohe und baute sie zu einem familienfreundlichen Ausflugslokal um. 1994 zieht er an der Frauenkirche den „Andechser am Dom“ hoch, ein Jahr später rockt er mit dem Hippodrom-Zelt die Wiesn und bringt neben Hendl auch vegetarische Gerichte und bayerische Schmankerl wie Ente auf die Karte.

„Die Gastronomie ist eben meine Leidenschaft“, sagt Krätz über seinen Erfolg. „Ich mach’ es heute noch genauso gerne wie am ersten Tag, meine Wirtschaften stehen für mich an erster Stelle“, sagt Krätz. Auch wollte er „nie nur eine Sternschnuppe sein, sondern die Qualität halten und mich über viele Jahre beweisen“. Doch erstmal will Krätz seinen Titel feiern. „Mit vielen geschätzten Kollegen und natürlich auch mit all unseren Gästen, die mir seit so vielen Jahren die Treue halten.“

akk

 

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