München Vergewaltigung? Callgirl zeigt Arzt an

Illustration Foto: az

MÜNCHEN - Im Internet lernte ein Arzt (34) ein Callgirl (29) kennen. Sie wurden ein Paar und liebten Fesselspiele. Plötzlich soll das Callgirl Geld verlangt haben. Er zahlte nicht. Jetzt ermittelt die Polizei wegen Vergewaltigung.

In der Hollywood-Romanze „Pretty Woman“ gab es ein Happy-End zwischen Julia Roberts und Richard Gere. Die Affäre zwischen dem Schönheitschirurgen Tobias M. (34) und dem Callgirl Sabrina B. (29, Namen geändert) endete mit einem Ermittlungsverfahren. Angeblich soll er sie vergewaltigt haben. „Ich liebe sie immer noch. Ich habe ihr nie etwas getan. Ich verstehe nicht, warum sie mir das antut“, sagt der Oberarzt. 2007 lernten sie sich im Internet kennen. „Wir schrieben uns erst Mails. Das erste Treffen fand dann im September statt“, erinnert sich Tobias M. Die blonde Sabrina B., gelernte Altenpflegerin, erzählte ihm, dass sie nebenbei als Callgirl jobbt. Ihre Kunden kontaktiert sie stets über Annonce und Internet. Der Arzt und das Callgirl hatten eine intensive Wochenend-Beziehung. Tobias M. arbeitet in einer Klinik in Österreich: „Wir trafen uns in ihrem Appartement in Schwabing. Manchmal hatten wir an einem Tag sieben Mal Sex.“ Sie liebten Fessel-Spiele.

"Für die Nummer kriege ich jetzt aber 500 Euro"

„Irgendwann fing Sabrina B. an, im Bett über Geld zu reden: „Für die Nummer kriege ich jetzt aber 500 Euro.“ Tobias M. dachte, das sei ein Spielchen: „Ich bin darauf eingegangen und habe gesagt, dass sie ihr Geld später kriegt.“ Im Laufe der Wochen wurde das Gespräch übers Geld immer ernster. Der Arzt: „Sie gesagt, dass ,der feine Herr“ eines Tages in einer Gefängniszelle landen wird.“ Anfang Juni 2009 klickten tatsächlich die Handschellen. Sabrina B. hatte ihn wegen Vergewaltigung angezeigt. Bis zum Prozess ist der Arzt auf freiem Fuß. Es steht Aussage gegen Aussage. Verteidiger Lutz Libbertz versucht, Tobias M. vor der Gefängniszelle zu bewahren.

Torsten Huber

 

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