München Taucher suchen nach vermisstem Segler

Illustration Foto: dpa

MÜNCHEN/STARNBERG - Der 44 Jahre alte Münchner bleibt verschwunden. Er ging nachts im Starnberger See über Bord seines Segelbootes, seitdem gibt es kein Lebenszeichen mehr. Bei dem Unfall war wohl Alkohol im Spiel. Jetzt suchen Taucher den See ab.

 

Werner W. bleibt verschwunden. Von dem 44-Jährigen, der in der Nacht von Samstag auf Sonntag auf dem Starnberger See aus einem Boot fiel, fehlt nach wie vor jede Spur. Doch was genau war an diesem Abend passiert?

Werner W. und sein Bekannter, ein 52-jähriger Skipper, sollen am Samstagabend im Seerestaurant des Tutzinger Nordbads gefeiert haben. Danach waren die beiden Männer gegen drei Uhr in das Boot des 52-Jährigen gestiegen. Sie wollten nach Bernried segeln – dem Anlegeplatz des Bootes.

„Gegen drei Uhr kam ein Mann bei unserer Disco an, er schrie um Hilfe und sagte, dass sein Freund über Bord gegangen wäre“, sagt Inge Neuner, Geschäftsführerin des Hotels Marina in Bernried. „Das war schrecklich. Er stand total unter Schock. Die Türsteher haben noch das Ufer abgesucht, konnten aber nichts entdecken“, sagt Neuner.

Angestellte des Hotels versorgten den durchnässten Mann, versuchten, ihn zu beruhigen und wickelten ihn in Decken ein. Der 52-Jährige war, nachdem Werner W. ins Wasser gefallen war, hintergesprungen. Bei dem Vermissten soll es sich um einen Innenarchitekten handeln, der zwar in München gemeldet ist, aber ursprünglich aus Mannheim stammt.

Bei dem Unfall war möglicherweise Alkohol im Spiel. Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Nord in Ingolstadt mitteilte, wurde dem 52-Jährigen eine Blutprobe entnommen. Bei ihm war starker Alkoholgeruch festgestellt worden. Ein Ergebnis liegt noch nicht vor. Er stand zunächst unter Schock und soll demnächst zu dem Unfall befragt werden. Nachdem der Einsatz von Hubschraubern und Booten am Sonntagabend abgebrochen worden war, sucht die Wasserschutzpolizei derzeit wieder den See ab.

Auf der Suche nach dem verunglückten Segler will die Polizei zudem Taucher einsetzen. „Die Taucher beginnen, sobald das Wetter besser wird“, sagte eine Polizeisprecherin. Leichenspürhunde sollen auf ihren Booten mitfahren. Die Tiere können erriechen, wenn sich ein Toter unter Wasser befindet und den Rettungskräften so Hinweise geben.

cl

 

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