München Schranne: Mit Äpfeln und Birnen zum Erfolg

Der prächtige Münchner Zankapfel: In der Schranne schimpfen viele über ihren Ex-Chef. Foto: Ronald Zimmermann

MÜNCHEN - Lebensmittel, Kultur und Gastronomie: Das neue Konzept soll die Schrannenhalle auf die Erfolgsspur bringen und auch Viktualienmarkt–Händler anziehen

 

Die Freude war Hans Hammer anzusehen. Nachdem der Münchner Stadtrat einstimmig dem Verkauf des Erbbaurechts an der Schrannenhalle an die Hammer AG zugestimmt hatte, konnte der 38-jährige Vorstandsvorsitzende der AG das neue Konzept für die Halle vorstellen. Hammers Formel fürs Unternehmerglück: „Wir machen das, was in die Halle reinpasst, wobei wir uns am Umfeld und der Historie orientiert haben.“ Soll heißen: Die Schranne wird wieder eine Markthalle. Gastronomie wird man darin aber trotzdem finden.

Das Konzept sieht den Delikatess- und den Schrannenmarkt vor, ein Forum für kulturelle Veranstaltungen, einen Bereich für Erlebnisgastronomie, ein Steak-House und im Untergeschoss eine Ausstellung zur Münchner Stadtkultur. Für alle Bereiche gebe es schon Interessenten. „Wer das ist, kann ich noch nicht verraten“, sagte der 38-Jährige. Sicher ist: Große Trennwände und „Hasenställe“ soll es keine mehr geben.

Die Standlbesitzer des Viktualienmarkts sollen umsiedeln

An den international ausgerichteten Delikatessmarkt wird der Schrannenmarkt mit bis zu 15 Ständen anschließen. „Zuerst werden wir an die Händler vom Viktualienmarkt herantreten. Wir möchten, dass einige von ihnen in die Halle wechseln.“ Nach Hammers Ermessen ist das Interesse dafür groß.

Christine Hirschauer, Vorsitzende der Interessengemeinschaft der Viktualienmarkthändler, sieht das anders. „Die normalen Markthändler werden nicht reingehen. Mit dem Verkauf von Äpfel und Birnen hätte man die frühere Pacht jedenfalls nicht bestreiten können.“ Obst und Gemüse – genau das will aber Hammer. „Es wird eine Pacht geben, die sie sich leisten können“, versichert er. Die Händler haben aber noch Zeit, sich einen Wechsel zu überlegen. Noch pocht Unternehmer Günther Karl auf seinen Mietvertrag bis März 2011. Bevor er nicht einlenkt, kann der Umbau nicht beginnen.

dur

 

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