München-Rückblick 2015 Kurioses München: Die irrsten Meldungen

Ein halbnackter Jugendlicher auf dem JVA-Dach (m.), ein Schaf im Bordell (r.) oder ein skurriler Schrumpfkopf: Auch in diesem Jahr gab es einige kuriose Geschichten. Foto: Hermann Historica/Gaulke/PP MUE/AZ

Bierzelt statt Gefängniszelle, ein Schaf im Bordell oder der irre Streit um einen Schrumpfkopf. Die Stadt liefert immer wieder Kuriosa. Hier die drei wohl bizarrsten Meldungen des Jahres.

 

München - Es kann einen schon mal die Abenteuerlust packen. Blöd nur, wenn man gerade in der JVA Stadelheim einsitzt. Doch ein 17-jähriger Jugendstraftäter wollte so gerne auf die Wiesn, dass er versuchte, über das Dach zu entkommen. Er kam aber nicht weit, bis er geschnappt wurde.

Die Frage, warum der Teenager dabei unbedingt halbnackt sein musste, klärte sich auf: Er wollte seine Kleidung zum Abseilen von dem 18 Meter hohen Gebäude benutzen.

Bei einer Drogen-Razzia in einem Bordell im Münchner Westend stießen die Fahnder im Mai auf ein Schaf. Es wurde von einer Frau als Haustier gehalten. „Birke“ nannte sie das Tier, das bei ihr im Bett schlafen durfte. Kam ein Freier, zog Birke ins Nebenzimmer. Das Lämmchen wurde ins Tierheim gebracht und bekam dort den Namen „Hurz“. Dann kam heraus, dass das Lamm aus dem Tierpark in Nürnberg entführt worden war und Rosi heißt. Rosi ist wieder in Nürnberg.

Eine andere Frage musste das Münchner Verwaltungsgericht beantworten: Ist ein Schrumpfkopf ein Leichenteil im Sinne des bayerischen Bestattungsgesetzes oder doch eher ein Kunstwerk, das frei gehandelt werden kann?

Das Münchner Auktionshaus Hermann Historica wollte einen Schrumpfkopf aus Südamerika für mindestens 2500 Euro versteigern – und rief damit Stadt und Freistaat auf den Plan. Denn eigentlich müsste der Kopf nach bayerischem Bestattungsgesetz als Leichenteil unter die Erde. Niederlage für das Auktionshaus: Keine Versteigerung des Kopfes, bis nicht die genaue Herkunft geklärt ist.

 

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