München Putzfrau soll Bankräubern geholfen haben

Illustration Foto: az

UNTERSCHLEISSHEIM - Die Putzfrau ließ die Tür offen, ihr Mann stellte das Fluchtauto: Die Bankräuber von Unterschleißheim haben nach Überzeugung der Ermittler wertvolle Hilfe bei ihrem Coup bekommen.

 

Jetzt sitzt ein Quartett: Die beiden maskierten Männer, die am 30. Januar eine Postbankfiliale in Unterschleißheim überfielen, haben laut Polizei HIlfe von einer Putzfrau und deren Mann bekommen.Die Täter hatten am 30. Janaur durch eine nur angelehnte Tür die Filiale betreten. Sie bedrohten die 48-jährige Postangestellte und die 38-jährige Reinigungskraft mit einer Waffe und einem Messer und forderten die Herausgabe des Geldes. Die beiden Frauen wurden mit Telefonkabeln und Klebeband gefesselt zurückgelassen. Beiden gelang es jedoch nach kurzer Zeit, sich selbst zu befreien.

Die Täter flüchteten damals unter Mitnahme der Tatbeute. Im Rahmen der Sofortfahndung konnte ein 33-jähriger Mann festgenommen werden. In seinem Fahrzeug wurden die Tatbeute, Maskierung sowie ein Messer und eine Pistole sichergestellt. Bei seiner Vernehmung durch Kriminalbeamte legte er ein Geständnis ab und benannte einen 35-jährigen Mann als Mittäter. Dieser war zunächst flüchtig, konnte aber nach intensiven Ermittlungen der Zielfahnder des Polizeipräsidiums München am 2. Februar beim Betreten des Wohnanwesens seiner Bekannten im Grenzbereich zu Österreich festgenommen werden.

Weitere Ermittlungen ergaben einen dringenden Tatverdacht gegen die als geschädigt auftretende Putzfrau und deren 40-jährigen Ehemann. Die Staatsanwaltschaft München I erwirkte Haftbefehl und einen Durchsuchungsbeschluss gegen die beiden. Das Ehepaar will mit der Tat nichts zu tun haben, der 40-Jährige räumte lediglich ein, dass er einem der Täter zur Tatzeit sein Auto zur Verfügung gestellt hatte.Einer der beiden Haupttäter dagegen legte zwischenzeitlich ein umfassendes Geständnis ab. Demnach waren er und sein Mittäter die Ausführenden des Überfalls, während die Putzfrau ihnen den Zutritt zur Filiale ermöglichte und deren Ehemann sein Auto als Fluchtfahrzeug zur Verfügung stellte. Die 38-Jährige sollte aus der Tatbeute dafür mindestens 5000 Euro erhalten. Alle Beteiligten waren im Vorfeld in den Tathergang eingeweiht.

 

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