München Prügelopfer: Hoffnung auf Heilung

Der Prozess gegen die drei Schweizer Schläger geht zu Ende Foto: az

MÜNCHEN - "Er hat Glück, dass er noch lebt." Der von Schweizer Jugendlichen im Sommer 2009 in München zusammengeschlagene Geschäftsmann hätte nach Einschätzung seiner Ärzte auch tot sein können.

 

Im Strafverfahren gegen die drei 17-jährigen Schweizer Schüler sagten Ärzte, Gutachter und ein Sanitäter vor der Münchner Jugendkammer aus. Die Schüler haben am 30. Juni 2009 in der Innenstadt wahllos fünf Menschen angegriffen. Gestern ging es in dem Prozess um die Frage, wie schwer Versicherungskaufmann Wolfgang O. verletzt worden ist.

Auf den 45-Jährigen, der aus dem Rheinland kommt und ein Geschäftsessen in München hatte, trafen die Schüler gegen 23.45 Uhr vor dem ADAC-Gebäude am Sendlinger-Tor-Platz. Ohne ein Wort zu wechseln, fielen sie über ihn her, schlugen ihn zu Boden, traten ihm ins Gesicht. Er wurde schwer verletzt, Richterin Nötzel: „Der untere Teil des Schädels war vom oberen Teil ganz abgetrennt.“ Bis heute hat der Mann Probleme beim Sprechen und Sehen.

„Es bestand niemals Lebensgefahr“, sagte Strafverteidiger Christian Finke, Anwalt von Benji D., in einer Verhandlungspause. Dies bestätigten auch Richterin Margarete Nötzel und Oberstaatsanwältin Barbara Stockinger. Ein Sanitärer sagte aus, dass Wolfgang O. trotz seiner Verletzungen noch alleine in den Krankenwagen steigen konnte. Zwei Professoren bestätigten, dass Wolfgang O. wieder gesund werden wird. Derzeit ist der Mann arbeitsunfähig.

Auch die Mütter der Mitangeklagten Mike B. und Ivan Z. sagten noch vor Gericht aus. Heute solle DNA-Spezialisten gehört werden.

th

 

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