München Prozessbeginn: Pfleger stiehlt Patienten Schmuck und Bargeld

Goldschmuck, Brillanten, Geld – darauf soll es ein Altenpfleger abgesehen haben. Seit Dienstag steht der 30-Jährige als Angeklagter vor dem Landgericht München.

 

München - Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, bei 22 Diebstählen Schmuck und Bargeld im Wert von 136 000 Euro von alten Leuten erbeutet zu haben, die ihm anvertraut waren. Der Mann hat laut Anklage von 2008 bis 2010 als Krankenpflegehelfer einer Seniorenresidenz und danach als Mitarbeiter eines ambulanten Pflegedienstes im Landkreis Garmisch-Partenkirchen gearbeitet. Während dieser Zeit habe er die Menschen bestohlen.

Zum Prozessauftakt räumte der Mann die Vorwürfe weitgehend ein. Er habe aus verschiedenen Handyverträgen und Internet-Bestellungen rund 20 000 Euro Schulden gehabt, erzählte er den Richtern. In dem Altenpflegeheim hatte der 30-Jährige einen Universalschlüssel, der ihm Zutritt zu den Appartements der Bewohner gab. In dieser Einrichtung kam es der Anklage zufolge zu drei Diebstählen von Geld sowie einer Goldkette. Bei dem ambulanten Pflegedienst betreute der Angeklagte regelmäßig 15 alte Menschen.

Auch dort hatte er die Schlüssel zu den Wohnungen und nutzte laut Anklage seine Vertrauensstellung, um heimlich Wertsachen und Geldscheine an sich zu nehmen. Den Löwenanteil seiner Beute machte er bei einer wohlhabenden Seniorin in Garmisch-Partenkirchen. Aus ihrem Safe sowie Schränken im Arbeits- und im Schlafzimmer stahl er der Staatsanwaltschaft zufolge Schatullen mit Gold- und Brillantschmuck im Gesamtwert von mindestens 100 000 Euro, darunter ein Armreif mit Saphiren und Smaragden im Wert von 6300 Euro.

 

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