München Nach der Weihnachtszeit: Endlich einkaufen!

Diese drei jungen Frauen nutzten das geschenkte Geld und die Ferien zum ausgiebigen Shoppen Foto: Gregor Feindt

MÜNCHEN - Der Einzelhandel erwartet den nächsten Ansturm auf die Läden. Doch noch ist das Post-Fest-Shopping in München relativ stressfrei...

 

Frank Haake geht selten in die Stadt, bummeln mag er nicht, und Dinge kaufen, die er nicht braucht, auch nicht. Jetzt ist er doch hier. „Ich hab frei und endlich mal Zeit, was für mich zu kaufen“, sagt er. Und er hat Glück: An der Kasse bei Hugendubel sind keine Schlangen, im Coffee-Shop sind noch Sitzplätze frei und man kann von der Rolltreppe im Kaufhaus ohne Mühe die Umkleidekabinen sehen, weil nämlich die Menschentrauben davor fehlen. Die Innenstadt nach dem Fest hat sich im Vergleich zum Advent gelichtet, die Münchner lassen es langsam angehen mit dem Umtauschen und Gutscheine einlösen: „Ich hatte die Befürchtung, hier ist die Hölle los, aber es ist sehr angenehm“, sagt Catrin Felkel, die mit ihrem Mann unterwegs ist und Schuhe umgetauscht hat. Mit einem Umsatz von 13,3 Milliarden Euro hatten Bayerns Einzelhändler das beste Weihnachtsgeschäft seit Jahren und 2,5 Prozent mehr als 2009.

Das Umtauschen ist in den letzten Jahren zurückgegangen, viele verschenken ohnehin Gutscheine. „Relativ viel umgetauscht wird Kinderspielzeug“, sagt Bernd Ohlmann, Geschäftsführer des Einzelhandelsverbandes Bayern. Weil die Kleinen mit Gutscheinen wenig anfangen können, verschenken Verwandte und Bekannte dann doch Spielzeug – und das ist wird dann zurückgegeben.

Ohlmann blickt aber zuversichtlich in die nahe Zukunft: „Zwischen Weihnachten und Neujahr ist eine der umsatzstärksten Wochen im ganzen Jahr“, sagt er. Denn die Kunden lösen nicht nur ihre Gutscheine ein, sie geben auch das Geld aus, dass sie geschenkt bekommen haben. Außerdem haben viele frei und das Dezembergehalt ist auf dem Konto eingetroffen. Ohlmann freut sich auch über Wetter: „Pünktlich zum Start in die letzte Woche sind die Straßen frei“, sagt er und prophezeit gar adventliche Verhältnisse: „Es wird zu einem Ansturm kommen.“ Spätestens mit Blick auf Silvester, da brauchen wir dann ja jede Menge feines Essen. Und Raketen. Und Champagner. Und noch ein Mitbringsel für die Gastgeber . . . Tina Angerer

 

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