München Mord an Münchner Manager: Der Hausmeister war’s allein

Der Audi Quattro des erschossenen Managers Foto: Ralph Hub

MÜNCHEN - Er plante, trickste und tötete: Im Fall des ermordeten Managers Dirk Poschinger gehen die Ermittler nur noch von einem Täter aus .

 

Die Indizienkette gegen Rainer H. (40) wird immer länger. Zwar schweigt der Hausmeister zu dem Vorwurf, den Investment-Manager Dirk von Poschinger-Camphausen (†36) am 14. Januar erschossen zu haben. Doch die Ermittler sind sich sicher: „Wir gehen jetzt von einer Alleintäterschaft des Hausmeisters aus“, sagte Staatsanwältin Barbara Stockinger gestern.

Rainer H. hatte die Tat offenbar lang geplant. Das mutmaßliche Motiv: finanzielle Probleme, der Elektriker war mit einer Firma pleite gegangen.

H. suchte nach teuren Autos. Er wollte sich offenbar einen luxuriösen Wagen beschaffen und sich durch dessen Weiterverkauf sanieren. Im Dezember stieß H. im Internet auf eine Anzeige des Familienvaters aus Bogenhausen, Dirk Poschinger wollte seinen Audi A 8 Quattro für 54000 Euro verkaufen. Im Dezember rief ihn H. das erste Mal an.

Am Tattag fuhr H. zunächst in die Firma, er brauchte ein Alibi. Er präparierte seinen Schreibtisch so, als sei er nur kurz weg, dann schlich er weg. Doch um 9.10 Uhr filmte ihn eine MVV-Kamera am Prinzregentenplatz - nahe Poschingers Wohnung. Die Männer machten eine Probefahrt. H. lockte ihn zu seiner Garage in Laim. Dort fesselte er Poschinger mit Handschellen und tötete ihn mit elf Schüssen aus einer kleinkalibrigen Waffe mit Schalldämpfer. Die Leiche verstaute H. in seinem Lieferwagen.

Die Polizei fand bei dem Hausmeister die Tatwaffe. Außerdem Poschingers Geldbörse sowie die Audi-Schlüssel und Kfz-Papiere. An ihnen war die DNA von nur zwei Personen: Von Poschinger - und vom Hausmeister.

N. Job

 

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