München Kampf dem Streik: Die wichtigsten Fragen

Illustration Foto: Mike Schmalz

MÜNCHEN - Ab Dienstag soll es die S-Bahn und Regionalzüge treffen – für mehrere Tage. Eine Möglichkeit,das drohende Chaos in den Griff zu bekommen, soll das Aussetzen der Parklizenz-Regelung sein.

 

Es könnte ziemlichungemütlich werden in undum München. Nicht allein wegendes Wetters. Sondernauch wegen der bevorstehendenWarnstreiks, die S-Bahnenund Regionalzüge treffensollen. Die AZ erklärt die Lage:

Ab wann wird gestreikt?

Schon für Dienstag haben dieBahngewerkschaften Transnetund GDBA bundesweit ersteWarnstreiks angekündigt. AmMontag wollen die Gewerkschafterihr Streik-Programmfestzurren. Die Fahrgäste hättendann zumindest ein wenigVorlauf, um sich auf dieStreiks einzustellen. AktuelleInfos gibt’s dann im Radio undonline bei abendzeitung.de.

Wen trifft der Streik?

Die Warnstreiks richten sichgegen die Deutsche Bahn (DB)und die sechs großen Privatbahnen.Bestreikt werden vermutlichsowohl die Fernzüge,als auch der Regionalverkehrrund um München – wie dieS-Bahn, die Bayerische Oberlandbahn(BOB) oder die Alex-Züge in Richtung Regensburgund Hof.

Wie lange dauern die Warnstreiks?

Jeweils etwa drei bis vier Stundensind geplant, wie die AZaus Gewerkschaftskreisen erfuhr.Bis zum Freitag könntedas andauern. Wahrscheinlichist, dass zur Hauptreisezeit gestreiktwird, etwa morgens,wenn Zehntausende Münchneroder Pendler aus dem Umlandzur Arbeit in die Stadt fahren.Auch Schulkinder kämendann zu spät. „Schon wenndie S-Bahn nur zehn Minutenbestreikt wird, hat man denganzen Tag lang Chaos“, urteiltAndreas Nagel von der AktionMünchner Fahrgäste.

Fällt die Parklizenz-Regelung?

Müssen Pendler sowieso aufsAuto umsteigen, wäre dieslaut Fahrgast-Sprecher Nagelein guter Vorschlag: „Hebt dieStadt die Parklizenz an Streiktagenauf, können Autofahrerwenigstens bei der nächstenU-Bahnhaltestelle parken.“

Warum wird gestreikt?

GDBA und Transnet fordern einenBranchentarifvertrag miteinheitlichen Tarifen. Die Privatenzahlen bis zu 20 Prozentweniger als die DB.

Wie reagiert die Deutsche Bahn?

Eine Sprecherin zur AZ: „DieDB wird amDienstag zusätzlicheMitarbeiter einsetzen.“Wohl verstärkt Beamte, dienicht streiken dürfen. Auchdie GDL-Fahrer streiken nicht– anders als bei der MVG. Dortist der Streik derzeit immerhinausgesetzt, wenn auchnicht beendet.

Anne Hund

 

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