München Herztod mit 47: Das Leben und Sterben des Stefan Schörghuber

Starb in der Nacht auf Dienstag: Stefan Schörghuber. Foto: dpa

In seiner Villa in Bogenhausen bricht Stefan Schörghuber in der Nacht zum Dienstag im Alter von nur 47 Jahren zusammen. Ein Notarzt und mehrere Sanitäter kämpfen um sein Leben - vergebens. Das Protokoll einer dramatischen Nacht

Der Tod schlug plötzlich und völlig unerwartet zu – in der Nacht zum Dienstag klagte Stefan Schörghuber in seiner Villa in Bogenhausen plötzlich über Atemnot. Der erst 47 Jahre alte Unternehmer bekam kaum mehr Luft, jeder Atemzug wurde für ihn zur Qual. Seine Frau Alexandra verständigte sofort die Notrufzentrale. Ein Notarzt und mehrere Sanitäter kämpften fast zwei Stunden um das Leben des Münchner Milliardärs – vergebens.

Die Villa am Arabellapark in Bogenhausen war sein Refugium. Hier bei seiner Frau und seinen drei Kindern fand Stefan Schörghuber Ruhe und Erholung vom Stress in der Chefetage seines Bau- und Brauereikonzerns.

Ausgerechnet hier griff Dienstagnacht auf einmal der Tod nach dem Unternehmer. Kurz nach zwei Uhr klagte er im Bett über Atemprobleme. Sein Herz spielte nicht mehr mit, ein schwerer Herzinfarkt. Der 47-Jährige verlor das Bewusstsein.

Innerhalb weniger Minuten war ein Rettungswagen vor Ort. Schörghuber war nach AZ-Informationen bereits nicht mehr ansprechbar. Das Rettungsteam rief einen Notarzt zur Unterstützung. Mit Herzmassage und Elektroschocks versuchten die Helfer den Multimilliardär ins Leben zurückzuholen. Bis in den frühen Morgen kämpften Notarzt und Sanitäter um das Leben des dreifachen Familienvaters. Stefan Schörghuber starb, ohne das Bewusstsein wieder erlangt zu haben. Um kurz nach vier Uhr morgens stellte ein Arzt schließlich den Tod fest. Die Obduktion in der Gerichtsmedizin ergab am Nachmittag: Herzversagen. Ursache waren vermutlich der jahrelange Stress in der Chefetage des Weltkonzerns, kombiniert mit üppigem Essen und zu wenig Sport.

Finanzvorstand Hans-Peter Hoh, der jetzt bis auf weiteres die Geschäfte führt, informierte am Morgen in einer Erklärung die 6300 Mitarbeiter des Unternehmens: „Sein Tod ist für uns alle und für die gesamte Unternehmensgruppe ein unermesslicher Verlust“, sagte er. „Mit Schörghuber verlieren wir einen ungewöhnlich verantwortungsbewussten Menschen, einen umsichtigen und visionären Unternehmer, der mit großem Pflichtgefühl die Geschicke seines Unternehmens lenkte.“ In dieser schweren Stunde gilt unser ganzes Mitgefühl Frau Schörghuber und ihren Kindern."

Ralph Hub, Daniel Aschoff

 

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