München Haft für jugendliche Schläger – Ihr Opfer ist auf einem Auge erblindet

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MÜNCHEN - Mit drei Jahren Haft hat das Landgericht München zwei Jugendliche für einen Raubüberfall bestraft, bei demihr Opfer auf einem Auge erblindete. Einer der beiden hatte zugeschlagen, sein älterer Komplize ("der Feldherr") stachelte ihn an.

 

Das Landgericht München II ging in seinem Urteil am Montag aber anders als die Anklage nicht davon aus, dass der damals 15 Jahre alte jugendliche Schläger den Mann töten wollte. DieRichter sprachen den Hauptschüler wegen gefährlicher Körperverletzungund versuchten schweren Raubes schuldig. Seinen etwas älteren Komplizensah die Kammer als „Feldherrn“ an, der den Jüngeren zu der Tatangetrieben hatte. Der Prozess fand wegen des jugendlichen Alters derAngeklagten unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Der 15-Jährige hatte in dem Prozess zugegeben, den Mann imvergangenen Oktober durch einen heftigen Schlag mit einer Holzstangeschwer verletzt zu haben. Er habe ihn aber nicht töten wollen. Das 54-Jahre alte Opfer ist infolge seiner Hirnverletzung auf demrechten Auge erblindet. Er nahm am Prozess als Nebenkläger teil.

Drei weitere Jugendliche kamen mit Dauerarresten wegenRaubversuchs davon. Sie hatten während des Überfalls im Gebüschgewartet und waren dann davongelaufen. Die Jugendlichen hatten nachAngaben der Verteidigung am 11. Oktober 2009 bei einem Einbruch inein Gartenhäuschen keine Beute gemacht und vergeblich versucht, einenZigarettenautomaten aufzubrechen. Danach hätten sie sich zu demÜberfall entschlossen. (dpa)

 

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