München Günstig wohnen in München?

Ein bissl was geht schon

 

Genossenschaften In der ganzen Landeshauptstadt München gibt es etwa 46 Genossenschaften mit etwa 33 000 Wohnungen im Bestand.

Die größte Genossenschaft Münchens ist die Wohnungsgenossenschaft München-West mit 3363 Wohnungen. Auch einzelne Hausgemeinschaften können eine Genossenschaft gründen. Namen wie Baugenossenschaft des Post- und Telegrafen-Personals verweisen auf die historischen Wurzeln vieler Genossenschaften.

Gut in München vertreten sind auch die Genossenschaft Bauverein München-Haidhausen, Genossenschaft Bauverein Giesing oder die Isar Wohnungsbaugenossenschaft (IWG).

Andere sind aus dem Wiederaufleben der Genossenschafts-Idee in den letzten 15 Jahren entstanden, wie die Wogeno (Gesellschaft für selbstverwaltetes, soziales und ökologisches Wohnen).

Alle Genossenschaften haben derzeit leider das gleiche Problem: zu wenige freie Wohnungen. Zu wenige günstige Grundstücke, die neu bebaut werden könnten. Wer sich auf eine Genossenschaftwohnung bewerben will, muss dies direkt bei der jeweiligen Genossenschaft tun. Die meisten führen Wartelisten, die derzeit aber meist geschlossen sind.

Freie Wohnungen werden dann nur an Mitglieder oder deren Angehörige vergeben. Andere bieten freie Wohnungen einfach auf den gängigen Portalen im Internet an.

Wer eine Genossenschaftswohnung ergattert, kann sich über eine günstige Miete sowie lebenslanges Wohnrecht freuen und muss weder Luxussanierung noch Eigenbedarf fürchten. Dafür muss der Mieter Genossenschaftsanteile als einmalige Kapitaleinlage erwerben. Damit wird er Teileigentümer des Unternehmens.

Je nach Genossenschaft geht das unterschiedlich ins Geld: Alteingesessene Genossenschaften verfügen meist über so viel Eigenkapital, dass die Gebühr nicht höher als eine übliche Kaution ist.  Jüngere Genossenschaften sind auf höhere Unterstützungen ihrer Mitglieder angewiesen. Beim Bauverein München-Haidhausen sind es beispielsweise 1200 Euro, bei der Wogeno an die 10 000 Euro. Manche Genossenschaften machen den Betrag der Anteile abhängig von der Größe der angemieteten Wohnung, manche finden einen einheitlichen Beitrag gerechter.

Weitere Anbieter

Über die städtischen Anbieter hinaus gibt es diverse privatwirtschaftliche kommunale Anbieter mit sozialer Ausrichtung. Auch hier kann man zu moderaten Preisen mieten. Beispiele sind die Heimbau Bayern, die Heimag und die Stadibau (Gesellschaft für den Staatsbediensteten Wohnungsbau).

Kirchen

Auch kirchliche Anbieter haben sich auf die Fahnen geschrieben, sozialverträglich zu vermieten und günstigen Wohnraum zu erhalten. Das Katholische Siedlungswerk München (KSWM) hat in München 1600 Wohnungen.

Der durchschnittliche Mietpreis orientiert sich am Mietspiegel und liegt bei 7,20 Euro pro Quadratmeter. 25 bis 30 Prozent der Wohnungen sind öffentlich gefördert und werden nur über das Wohnungsamt vergeben.

Für die übrigen Wohnungen kann man sich per Bewerbungsbogen aus dem Internet oder über das KSWM-Büro ( 089-59921) bewerben (www.kswm.de).

Das Evangelische Siedlungswerk (esw) mit Hauptsitz in Nürnberg hat 1143 Wohnungen in München. Davon sind 173 öffentlich gefördert. Letztere muss man ebenfalls beim Wohnungsamt beantragen.

Die anderen werden auf der Homepage www.esw-bayern.de und online bei „immobilienscout.de“ inseriert. Einen Überblick über freie Wohnungen hat zudem das ews-Interessentenmanagement (0911-2008192).

 

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