München Großbrand im Münchner Norden

Ein Feuerwehrmann am Fenster eines brennenden Hauses (Symbolbild) Foto: dpa

NEUFAHRN - Mehrere hundert Meter hoch stieg die gewaltige Rauchwolke in den Himmel über die Dörfer. Selbst vom Münchner Flughafen aus, war der Brand zu sehen. Eine Lagerhalle auf einem Bauernhof in Neufarn war gestern am Nachmittag in Flammen aufgegangen. 180 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

 

Landwirtschaftliche Maschine, Kartoffeln und Stroh waren in der etwa 70 Meter langen Halle gelagert. Gegen 15 Uhr bemerkten Anwohner Rauch und schlugen Alarm. Aus der gesamten Umgebung rückten Feuerwehren an. Insgesamt 180 Mann waren im Einsatz. Zunächst hieß es, zwei Kinder seien vermisst. Die Rettungskräfte befürchteten, dass sie möglicherweise in der Halle waren. Doch die Kinder tauchten wenig später wohlbehalten wieder auf.

Grauschwarzer Rauch zog über die umliegenden Felder. In Neufahrn hüllte beißender Qualm die Straßen ein. Über Radio und Lautsprecher wurden die Menschen aufgefordert, Fenster und Türen zu schließen. Selbst auf der etwa sechs Kilometer entfernten Autobahn A 9 war der Verkehr beeinträchtigt. Glück hatte dagegen der Münchner Flughafen. Anfliegende Maschinen wurden von dem Qualm nicht behindert. „Der Betrieb lief ganz normal“, versicherte ein Flughafensprecher.

Die brennende Lagerhalle war allerdings trotz des massiven Einsatzes der Feuerwehren nicht zu retten. Durch die enorme Hitze drohte die Stahlkonstruktion einzustürzen. Die Helfer mussten bei ihrer Arbeit höllisch aufpassen. Erst kurz vor 18 Uhr war der Brand weitgehend gelöscht. Zumindest konnte die Feuerwehr verhindern, dass Flammen auf angrenzende Gebäude übergriffen. Der Schaden wird auf rund 700.000 Euro geschätzt. Verletzte wurde niemand. Die Brandursache ist unklar. Die Kripo ermittelt.

 

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