München Die Unfall-Statistik 2009: Bleiben Sie montags daheim!

Auto gegen Tram: Unfall in München Foto: Martha Schlüter

MÜNCHEN - ... und am Donnerstag und Freitag am besten auch: An diesen beiden Tagen passieren nämlich die meisten Unfälle. Die Verkehrsbilanz der Münchner Polizei bringt Erstaunliches zu Tage

 

Montag und Donnerstag sind keine guten Tage. Da sollte man besser zu Hause bleiben. Nicht in die Arbeit fahren, nicht zur Schule, auch nicht zum Einkaufen. An diesen Tagen werden laut jüngstem Verkehrsbericht der Münchner Polizei die meisten Menschen bei Unfällen schwer verletzt. Aber der Freitag ist noch gefährlicher: An diesem Wochentag sind im vergangenen Jahr acht von insgesamt 30 Menschen bei Unfällen gestorben.

Am Freitag stellte die Münchner Polizei ihren aktuellen Verkehrsbericht für das vergangene Jahr vor. Auffallend viele Menschen kamen 2009 im Straßenverkehr ums Leben. Mehr als die Hälfte waren Senioren (ab 65 Jahren) - obwohl ihr Anteil an der Bevölkerung nur bei 18 Prozent liegt. Auf dem zweiten Platz der traurigen Liste stehen die Radfahrer: sechs starben im vergangenen Jahr im Straßenverkehr. Laut Polizei könnten drei noch leben, wenn sie freiwillig einen Helm getragen hätten. Überproportional häufig waren die Radfahrer aber auch selbst schuld an Unfällen, bei denen sie und andere verletzt wurden.

Häufig sind es die kleinen Unachtsamkeiten, die zu folgenschweren Crashs führen: Bei Rot über die Ampel, einfach auf die Straße gehen ohne richtig zu schauen oder der tote Winkel von Lkws, der verhindert, dass die Brummifahrer beim Abbiegen nahende Radfahrer oder Fußgänger wahrnehmen.

Dauerbrenner bei den Unfallursachen ist zu hohes Tempo. Bei jedem achten Unfall mit Schwerverletzten ist das die Ursache. Polizeidirektor Johann Gschoßmann: „13 Menschen starben deswegen und 82 wurden schwer verletzt.“ Wirksamste Waffe gegen die Raser sind und bleiben Kontrollen. Die modernste Messtechnik ist im Richard-Strauss-Tunnel installierte. Hier wird - einmalig in München – digital gemessen. Und hier wurde auch prompt der Schnellste aller zu Schnellen auf frischer Tat erwischt: Ein Autofahrer raste mit 146 Sachen durch den Tunnel, erlaubt sind 50. Die Folge: 680 Euro Bußgeld, vier Punkte in Flensburg und drei Monate Fahrverbot.

Ein besonderes Augenmerk hat die Polizei auch auf junge Erwachsene. Sie sind bei einer anderen Hauptunfallursache überproportional stark vertreten: Alkohol am Steuer. Die Verkehrspolizei will ihre Kontrollen nun erneut an Orten verstärken, wo viele junge Erwachsene unterwegs sind.

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