München Das erste iPad geht an einen Münchner

Der erste in der Schlange: Richard Gutjahr Foto: Screenshot AZ

Riesenansturm beim Verkaufsstart in New York: Ganz vorne in der Schlange war der Blogger und AZ-Autor Richard Gutjahr

 

Die Apple-Mitarbeiter in ihren blauen T-Shirts bilden ein Spalier vor dem Geschäft. Dann zählen sie wie an Silvester den Countdown herunter, zehn, neun acht...als die Absperrung geöffnet wird, geht Richard Gutjahr, der Erste in der Schlange, los. Jubel ertönt, die Apple-Leute klatschen ihn ab. Ein Münchner ist der Erste, der am Samstag das neue Wunderding erstanden hat. Der Journalist arbeitet unter anderem bei der BR-Rundschau, hat außerdem seinen eigenen Blog (www.gutjahr.biz/blog) und schrieb dort und auch in der Samstagsausgabe der AZ über seine Erlebnisse als Schlangensteher in New York.

Beim Rennen um das erste iPad setzte er sich durch – sehr zum Ärger von Greg Packer, pensionierter Straßenarbeiter und selbst ernannter professioneller Schlangensteher. Er hatte sich schon beim iPhone als erster angestellt und für Konzertkarten oder Harry-Potter-Bücher. Seit Dienstag stand Packer da, umringt von Reportern, denen er von seinem neuerlichen Coup erzählte. Doch dann kam es anders.

Apple hatte eine zweite Schlange eingerichtet: Für die, die das iPad vorbestellt hatten, wie Gutjahr. Und als es soweit war, durften die Vorbesteller zuerst – so wurde Richard Gutjahr zur iPad-Nummer-1, obwohl er sich erst am Freitagmorgen mit seinem Klappstuhl vor die Filiale postiert hatte. „First iPad goes to Bavaria“ twitterte Gutjahr in die Welt und während ihn die Bloggerszene wie einen Helden feiert, setzte sich Gutjahr in seinem Hotelzimmer ans Gerät, surfte, spielte, schaute Filme und tippte dann seinen Test für die AZ auf dem Gerät.

Am Samstag hatte in den USA der Verkauf in 221 eigenen Apple-Läden und den 673 Geschäften des US-Elektronikhändlers Best Buy begonnen. Mit dem kleinen Computer scheint Appel einen Volltreffer gelandet zu haben. Nach Schätzungen von Analysten gingen am Wochenende zwischen 600 000 und 700 000 über den Ladentisch. Ursprünglich hatten Experten geschätzt, dass Apple maximal 400 000 Stück unters Volks bringen wird. ta

 

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