München 215 Euro, vier Jahre Haft

Kleine Beute, hohe Strafe: Für den Raub im Taxi muss Lagerist Ali S. (25) in den Knast. Ihm droht auch eine Abschiebung in den Irak. Foto: AZ/Huber

Kleine Beute, hohe Strafe: Für den Raub im Taxi muss Lagerist Ali S. (25) in den Knast. Ihm droht auch eine Abschiebung in den Irak.

 

MÜNCHEN - Im Prozess um den Taxi-Raub fällte das Münchner Landgericht jetzt ein Urteil: Vier Jahre muss der Lagerist Ali S. (22) ins Gefängnis. Sein Komplize, der 25-jährige Florian O., konnte dagegen als freier Mann den Gerichtssaal verlassen. Er bekam zwei Jahre Haft auf Bewährung, weil er gleich das Taxi verlassen hatte, als sein Spezl das Messer zog, den Taxler bedrohte und dessen Geldbörse mit 215 Euro raubte.

Wie berichtet, war die Playstation-Spielkonsole von Ali S. gestohlen worden. Anstatt zur Polizei zu gehen, wollte er sich eine neue kaufen. Aber er hatte kein Geld. Da kam ihm die Idee mit dem Überfall. In der Nacht zum 16. September 2011 liefen sie durch München, wollten zunächst eine Gaststätte überfallen.

Dann stand plötzlich das Taxi vor ihnen. Sie steigen beide ein. Plötzlich zieht Ali S. ein Messer aus der Tasche: „Überfall, Geld her!“ Daraufhin verlässt Florian O. sofort das Taxi: „Ich wollte das nicht.“ Dennoch saß er bis zum Prozess über sieben Monate in U-Haft. Dem Haupttäter Ali S. droht nach seiner Haft die Abschiebung in seine Heimat Irak. Ausländische Straftäter müssen Deutschland verlassen, wenn sie zu mehr als drei Jahren Haft verurteilt werden.

 

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