Mordkommission ermittelt Obdachloser unter der ZOB-Brücke fast totgeschlagen

Die Polizei sucht nach Zeugen, die Angaben zur Tat oder zu möglichen Nachtquartieren von Obdachlosen machen können. (Symbolbild) Foto: Imago

Zwei Männer, die sich aus ihrer frühereren rumänischen Heimat kennen, treffen sich durch Zufall am Hauptbahnhof. Dann führt eine alte Fehde beinahe zum Tod.

 

Maxvorstadt - Wie die Polizei berichtet, hatten Passanten am Montagabend gegen 21.15 Uhr beobachtet, wie unter der Brücke am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) ein Mann auf einen am Boden liegenden Obdachlosen einschlug. Als die Zeugen dem 55-jährigen Opfer zu Hilfe eilten, flüchtete der Täter unerkannt zu Fuß in westliche Richtung.

Das Opfer wollte unter der Brücke übernachten

Den Ort unter der Brücke nutzen einige Obdachlose oft als Schlafplatz - so auch der 55-Jährige, der ursprünglich aus Rumänien stammt. Der Polizei gegenüber gab er an, dass er den Täter bereits seit längerer Zeit aus seiner alten Heimat kenne. Er habe ihn kurz zuvor überraschend am Hauptbanhof getroffen. Gemeinsam seien sie zu dem Schlafplatz in der Nähe der Hackerbrücke gegangen.

Die Polizei geht davon aus, dass der Täter aufgrund eines Vorfalls in Rumänien vor längerer Zeit wohl Rache nehmen wollte. Deshalb habe er mit einem unbekannten Gegenstand unvermittelt auf den 55-Jährigen eingestochen.

Der Rumäne erlitt Stich- und Schnittverletzungen im Gesicht und am Hals, welche jedoch nicht lebensbedrohlich sind. Die genauen Hintergründe der Tat sowie die genaue Identität des Tatverdächtigen werden derzeit noch ermittelt. Der Fall liegt bei der Mordkommission.

Zeugenaufruf

Die Polizei sucht weitere Zeugen, Telefon 089/291 00.

 

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