Mord in Augsburg Vanessas Mörder muss jetzt Fußfessel tragen

Der Mörder der zwölfjährigen Vanessa aus Gersthofen (Kreis Augsburg) Foto: AZ

Er hat die kleine Vanessa mit 21 Messerstichen ermordet. Jetzt wurde Michael W. eine Fußfessel angelegt. Bald könnte der heute 29-Jährige wieder freikommen.

 

Augsburg - Das Bild oben ist zehn Jahre alt – damals kehrt Michael W. in Gersthofen an jenen Ort zurück, an dem er das Mädchen Vanessa mit 21 Messerstichen ermordete. Bald könnte der heute 29-Jährige wieder durch die Straßen spazieren – allerdings ohne Wachmänner.

Gestern wäre es fast soweit gewesen. Sein Anwalt hatte die Aufhebung der einstweiligen Unterbringung beantragt. Das Gericht lehnte ab. Geht es nach der Staatsanwaltschaft, kommt Michael W. auch in den nächsten Jahren nicht frei – sie will die nachträgliche Sicherungsverwahrung für den Kindermörder.

Voraussichtlich am kommenden Dienstag wird das Gericht entscheiden, ob W. freikommt. Bereits jetzt wurde ihm eine elektronische Fuß-fessel angelegt. Die sorgt wegen eines anderen Falls für Diskussionen: In München hatte ein vorbestrafter Mann eine Siebenjährige sexuell missbraucht (AZ berichtete) – auch er trug eine elektronische Fußfessel.

Dieses Instrument sei bei rückfallgefährdeten Schwerst- und Sexualverbrechern kein gleichwertiger Ersatz für eine geschlossene Unterbringung, kritisierte der DPolG-Landesvorsitzende Hermann Benker. „Ich halte an der Fußfessel fest“, sagte dagegen Bundesjustizministerin Beate Merk.

 

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