Mord an Tilman Turck Ärzte nehmen Dachau-Killer zweites Bein ab

Rudolf U. wird nach den tödlichen Schüssen im Amtsgericht von Dachau von Polizisten abgeführt Foto: Christian Chymyn, dapd

Wurde Rudolf U. ausgetrickst? Dem Todesschützen wurde jetzt auch das zweite Bein amputiert. Der schwer kranke 54-Jährige will sterben und keine medizinische Versorgung mehr.

 

MÜNCHEN - Dem Dachauer Todesschützen Rudolf U. ist in der U-Haft auch das zweite Bein amputiert worden. Rechtsanwalt Maximilian Kaiser erhebt schwere Vorwürfe und behauptet, dass sein Mandant getäuscht worden sei.

In einer Patientenverfügung hatte der schwer kranke Ex-Fuhrunternehmer festgelegt, dass er keine medizinische Versorgung wünsche. Er wolle in der U-Haft sterben, ließ er per Rechtsanwalt mitteilen.

Wegen seines angegriffenen Gesundheitszustands musste der Prozess gegen ihn jüngst abgesagt werden. Rudolf U. muss sich wegen Mordes an Staatsanwalt Tilman Turck (31) verantworten.
Laut Anwalt habe man den 54-Jährigen mit einem Trick dazu gebracht, der Amputation zuzustimmen. Man habe U. gesagt, dessen Blutvergiftung gefährde andere Menschen. Nur deshalb habe Rudolf U. zugestimmt.

 

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