Mord an Domenico L. Ein Jahr nach Isarmord: Die Ermittlungsergebnisse

Brutaler Mord an der Isar. Domenico L. (kleines Bild) wird kaltblütig erstochen. Foto: Polizei

Am Mittwoch jährt sich der Isarmord zum ersten Mal. Der Fall, bei dem ein bislang Unbekannter den Italiener Domenico L. mit einem Messer erstach, beschäftigt die Polizei noch immer.

 

München - Es ist fast wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Auch ein Jahr nach dem Mord an dem italienischen Ingenieur Domenico L. (31), der am 28.05.2013 an der Isar von einem Mann erstochen wurde, der zuvor seiner Freundin ins Gesicht gespuckt hatte, fehlt die entscheidende Spur.

Da sich die Tat am Mittwoch zum ersten Mal jährt, hat die Polizei ihren bisherigen Ermittlungsstand im Mordfall Domenico L. veröffentlicht. Hier der Polizeibericht im Wortlaut:

"Wie schon mehrfach berichtet, wurde am Dienstag, 28.05.2013, gegen 22.05 Uhr, in München, Erhardtstraße, ein italienischer Radfahrer von einem bislang unbekannten Mann getötet.

Die Ermittlungen wurden seit Bekanntwerden der Tat mit Hochdruck geführt. Zur Ermittlung des Täters wurde zunächst die Soko (Sonderkommission) Cornelius eingerichtet, die dann im Dezember 2013 kräftemäßig von rund 30 Beamten auf die EG (Ermittlungsgruppe) Cornelius mit 8 Beamten zurückgeführt wurde. Die Ermittlungen wurden nahtlos weitergeführt.

Seither konnten über 630 Hinweise aufgenommen und eine Vielzahl von Spuren bearbeitet bzw. abgearbeitet werden. Die Ermittlungen erfolgten hierbei in alle Richtungen. Bisher ergaben sich auch unter Einbindung der zuständigen Dienststellen keine Anhaltspunkte für einen fremdenfeindlichen Hintergrund. Weiter wurde in den Stadtvierteln rund um den Tatort, bei den Taxiunternehmern und -fahrern sowie bei Ärzten und Krankenhäusern eine groß angelegte Befragungsaktion durchgeführt. Ebenso erfolgte eine Überprüfung einer Vielzahl von Personen, von denen angenommen werden kann, dass sie sich tatzeitnah in Tatortnähe aufgehalten haben. Die diesbezüglichen Überprüfungen sind noch nicht abgeschlossen, da noch rund 2.000 Personen aus diesem Kreis kontaktiert werden müssen.

Insgesamt konnten bisher im weitesten Sinne mehr als 14.000 Personen überprüft werden. Mehr als 4.700 Männer gaben zwischenzeitlich eine Speichelprobe ab.

Mehrere Fahndungsaufrufe in den Medien - sowohl in Deutschland wie auch in Italien - und eine Darstellung des Falles in der Fernsehsendung "XY ungelöst" erbrachten einige Hinweise, die allerdings nicht zum Täter führten. Trotz dieser Bemühungen konnte der Täter bisher nicht ermittelt werden, dies auch vor dem Hintergrund, dass es offenbar keinerlei Beziehung zwischen Täter und Opfer gab und der Täter nicht unbedingt einen räumlichen Bezug nach München haben muss."

 

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