Mitten in München Anwohner in Sorge: Was passiert mit diesen Schrottautos?

Kein schöner Anblick: Die heruntergekommenen Autos. Foto: Djordje Matkovic

In Neuperlach ärgern sich Bewohner über die verwahrlosten Autos an manchen Ecken. Manche Wagen sind nur noch Schrott. Sie stehen nicht erst seit gestern da.

 

Neuperlach - AZ-Leser- Djordje Matkovic wundert sich über die vielen heruntergekommenen Autos in der Nähe des Einkaufszentrums PEP. Aufgefallen sind ihm vor allem die Schrottautos in der Fritz-Erler-Straße, Ecke Hanns-Seidel-Platz, die nutzlos herumstehen. Und das schon gefühlt seit Wochen. Es sehe hier aus wie auf dem "Autoschrottplatz", sagt er.

Manche der Autos sind wahre Rostlauben

Zwar hätten die Karren oft ein zugelassenes Kennzeichen, aber fahrtauglich seien sie deshalb schon lange nicht mehr, so seine Befürchtung. Manche der Autos seien wahre Rostlauben, andere stünden dort mit platten Reifen oder mit zertrümmerten Fensterscheiben. Ein Auto sei bis hinters Lenkrad vollgestopft mit Hausrat. Hinweise, dass diese Wagen wohl schon länger nicht mehr gefahren wurden.

Roter Punkt auf dem Auto "ist letzte Warnung"

Erkannt hat man das Problem gewiss. Denn, so der AZ-Leser: An einem der Autos klebe seit einigen Tagen der "Rote Punkt". Einen solchen runden Aukleber pappt die Polizei quasi als ultimative Aufforderung, das Fahrzeug zu entfernen, an die Windschutzscheibe. Reagiert der Halter nicht, beauftragt die Stadt nach Ablauf einer Ein-Monats-Frist eine Abschleppfirma.

Welche Autos grundsätzlich erfasst werden? Beim Kreisverwaltungsreferat benennt Sprecher Johannes Mayer die verschiedenen Möglichkeiten: "Im System erfasst werden Fahrzeuge mit entstempelten Kennzeichen - also fehlendem Versicherungsschutz -, Fahrzeuge ohne Kennzeichen sowie Fahrzeuge mit gestempelten Kennzeichen, die jedoch nicht mehr fahrbereit sind."

Es drohen saftige Geldstrafen

Aktiv werden Polizei und Stadt in München regelmäßig. Die Bilanz allein für das Jahr 2017: Es wurden 5577 Fahrzeuge im System erfasst und davon 1371 abtransportiert. Das bedeutet auch, dass viele Halter auf den "Roten Punkt" noch rechtzeitig reagieren. 

Andernfalls drohen ihnen saftige Geldstrafen: "Die Bußgelder für die Ordnungswidrigkeit belaufen sich in der Regel bei einem PKW auf 300 Euro, bei einem Kraftrad sind es 150 Euro", teilt KVR-Sprecher Johannes Mayer auf AZ-Anfrage mit. Doch damit nicht genug: Hinzu kämen noch die Kosten, die die Vertragsfirma dem KVR in Rechnung stellt  - für das Abschleppen, Verwahren und Entsorgen - sowie die Sondernutzungsgebühren. 

 

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