Vom Straßenkicker zum Fußballstar - vor allem in Südamerika ist dieser Traum unter Kindern und Jugendlichen allgegenwärtig. So auch bei James Rodríguez vom FC Bayern. Jupp Heynckes glaubt, dass dem Kolumbianer bei seinem Weg in die Spitze vor allem seine Erfahrungen in der Jugend geholfen haben.

München - Vor etwas mehr als einem Jahr ist James Rodríguez zum FC Bayern gekommen und glänzt seitdem nicht nur mit Technik und Toren, sondern auch mit einem bemerkenswerten Kampfgeist. Jupp Heynckes, der den Kolumbianer in der abelaufenen Saison trainierte, erinnert er daher sogar an eine Bayern-Legende: Bastian Schweinsteiger.

Entweder du schaffst es, oder du landest in einer Gang

"Auch James ist einer, der wie Bastian fighten kann. Das muss man als Trainer aus ihm herauskitzeln", sagt Heynckes im AZ-Interview. Den Grund für diese Charaktereigenschaft hat der 73-Jährige in James' Herkunft ausgemacht. "James ist eine hochsensible Seele, ein hochbegabter Fußballer. Ein Straßenfußballer, der in Kolumbien aufgewachsen ist. Zé Roberto hat mal zu mir gesagt: 'Entweder du schaffst es in diesen Ländern zum Profifußballer, oder du wirst kriminell und landest in einer Gang.' Du kommst da nur raus, wenn du ein außergewöhnlicher Spieler mit großem Kampfgeist bist. Das sieht man heute bei James", meint Heynckes.

Doch der Kolumbianer ist nicht der einzige Spieler im Kader der Bayern, der den gebürtigen Mönchengladbacher an Schweinsteiger erinnert. "Leon Goretzka ist ein sehr guter Spieler, aber er muss sich erstmal entwickeln und auf Bayern-Niveau kommen. Das war auch bei Bastian so. Der hat als junger Spieler viel Blödsinn gemacht. Corentin Tolisso ist ein super Junge mit einem tollen Charakter", erklärt Heynckes und schwärmt vom französischen Weltmeister.


Lesen Sie ab heute das komplette Interview mit Jupp Heynckes in der Abendzeitung, unter anderem, was die Trainer-Legende seinem langjährigen Schützling Bastian Schweinsteiger mit auf den Weg gibt.

Im Video: Bastian Schweinsteiger erhält den Bayerischen Verdienstorden