Mitarbeiter fordern mehr Lohn MVG-Streik am Montag: Das sollten Pendler wissen

Am Montag streiken MVG-Mitarbeiter für mehr Lohn, auf den Tramlinien kann es zu Verspätungen kommen. Foto: AZ, dpa

Am letzten Ferientag müssen sich Reisende und Pendler auf Verspätungen bei Bussen und Trambahnen einstellen. Mitarbeiter der MVG protestieren an zwei Standorten für höhere Löhne.

 

München - Ein Streik am Dienstag, dem ersten Schultag nach den Sommerferien in Bayern, wäre wohl noch ungelegener gekommen. Doch auch am Montag, 11. September, sollten Pendler, die Busse und Trambahnen der MVG nutzen, mehr Zeit einplanen.

An diesem Tag protestieren Mitarbeiter der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) für höhere Lohne. Zwischen 800 und 1.000 Mitarbeiter sind direkt bei der 2002 gegründeten MVG angestellt - und von der Gewerkschaft "Verdi" zum Streik aufgerufen. 

Gefordert wird eine gerechtere Bezahlung statt längerer Arbeitszeiten. "Mit diesem Streik am letzten Ferientag wollen wir dem Arbeitgeber MVG ein letztes Warn-Signal senden, dass es kein Koppelgeschäft zwischen Lohnerhöhung und Arbeitszeitverlängerung gibt", sagte Franz Schütz, Gewerkschaftssekretär und Verhandlungsführer von "Verdi".

Statt auch die U-Bahnen zu bestreiken, beschränken sich die Streikführenden auf Busse und Trambahnen. "Das ist eine strategische Entscheidung", begründet Heinrich Birner, Geschäftsführer von "Verdi" in München. "Die Situation soll nicht eskalieren, wir wollen eine Lösung finden." Deshalb wird auch am Mittwoch, 13. September weiter verhandelt. 

Verspätungen, aber keine Komplettausfälle

Doch was bedeutet der Streik für die Pendler? Birner gibt eine erste Entwarnung: "Keine Bus- oder Tramlinie wird komplett ausfallen." Dafür rät er allen Reisenden, mehr Zeit einzuplanen. "Nicht jeder Bus und jede Tram wird planmäßig abfahren."

Der Streik dauert von 3 Uhr - also kurz vor Betriebsbeginn - bis 10 Uhr morgens an. 

An zwei Standorten wird gestreikt: am Bus- und Tram-Betriebshof Ost in der Einsteinstraße und am Bus-Betriebshof West in der Hans-Thonauer-Straße. 

Die Gewerkschaft fordert pro Mitarbeiter monatlich 120 Euro mehr Lohn und nach einem Jahr einen weiteren Anstieg des Lohns um fünf Prozent. 

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