Mit Turban gegen Ingolstadt Badstuber: „Einmal ein Kämpfer, immer ein Kämpfer“

Badstuber (l., daneben Coman) mit Kopfturban. Foto: R’steiner/Augenklick

Bayern-Ass Badstuber spielt gegen Ingolstadt mit einer Platzwunde und Turban weiter.

 

München - Am Samstagabend gab Holger Badstuber dann schon Entwarnung, seinen Facebook-Followern teilte der Bayern-Abwehrspieler mit: „Einmal ein Kämpfer, immer ein Kämpfer. Macht euch keine großen Sorgen, mir geht es gut.“ Alles halb so wild.

Der 26-Jährige hatte sich durchgebissen. Denn: Was ist schon eine Platzwunde, ein Cut an der Stirn gegen Kreuzband- oder Muskelrisse? Bereits nach 15 Minuten hatte es heftig gescheppert: Badstuber und Ingolstadts Mittelfeldspieler Lukas Hinterseer prallten bei einem Luftduell zusammen. Während der Österreicher schnell wieder aufstand, musste Badstuber wegen einer stark blutenden Platzwunde an der Stirn minutenlang behandelt werden.

Er wurde genäht und getackert. Sogar der Mannschaftsarzt der Ingolstädter eilte Bayern-Doc Braun dabei zu Hilfe. Nach fünf Minuten kam Badstuber mit einem Turban zurück auf den Platz – unter großem Szenen-Applaus. Nein, wegen so einer Lappalie lässt sich ein Badstuber nicht auswechseln.

Schon gar nicht in seiner Situation. Gegen Ingolstadt durfte der Linksfuß zum zweiten Mal in dieser Saison von Beginn an ran, machte seinen Job solide. 2:0 – Hauptaufgabe erfüllt: kein Gegentor.

Und so kamen zu den bislang 31 Minuten gegen Stuttgart (4:0) und sechs Minuten gegen Hertha BSC (2:0) gegen Ingolstadt nun volle 90 hinzu, Badstubers erster Einsatz über die volle Distanz seit dem 18. April. Ein Mann kämpft sich wieder ran – und durch. Ob er am Dienstag im DFB-Achtelfinale gegen Darmstadt wieder von Beginn an ran darf? Gut möglich, wenn Javi Martínez wieder im Mittelfeld aufläuft. Zur Not spielt er eben auch mit Turban. ps

 

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