Europa League am Donnerstag Dortmund und Leipzig wollen ins Achtelfinale

Die deutschen Klubs haben sich in dieser Saison in der Europa League bisher nicht von ihrer besten Seite gezeigt. Alle vier ursprünglichen Starter scheiterten frühzeitig. Nun wollen es die Champions-League-Absteiger Dortmund und Leipzig besser machen.

 

Dortmund/Leipzig - Abseits des Rasens trennen Borussia Dortmund und RB Leipzig Welten, auf dem Spielfeld eint die beiden Bundesligisten an diesem Donnerstag das gleiche Ziel - das Achtelfinale in der Europa League.

Mit dem Einzug in die Runde der letzten 16 wollen der DFB-Pokalsieger und der Vizemeister nicht nur ihre letzten Hoffnungen auf einen Titel in dieser Saison wahren, sondern auch das auf der internationalen Bühne zuletzt mächtig angekratzte Image des deutschen Fußballs aufpolieren.

Die Ausgangslage vor den Rückspielen gegen italienische Konkurrenz ist klar: Dem BVB reicht bei Atalanta Bergamo nach dem 3:2-Heimsieg ein Remis zum Weiterkommen, Leipzig kann sich gegen den SSC Neapel dank des 3:1-Polsters aus dem Hinspiel sogar eine knappe Pleite vor heimischer Kulisse leisten.

Nach acht Bundesligaspielen ohne Niederlage machten sich die Dortmunder am Mittwoch mit breiter Brust auf den Weg nach Italien. "Das Wichtigste ist, dass wir nicht verlieren. Dann kommen wir weiter. Dass das ein hartes Stück Arbeit wird, wissen wir", sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke vor dem Abflug.

"Die Abwehr steht, und vorne haben wir genügend individuelle Klasse, um ein Tor zu schießen." Auch Trainer Peter Stöger ist zuversichtlich. "Die Ausgangssituation ist nicht so schlecht. Wir haben in den vergangenen Wochen gezeigt, dass wir schwer zu schlagen sind", befand der Österreicher.

Unter seiner Regie ist aus dem einstigen Dortmunder Erlebnis- ein eher unspektakulärer Ergebnisfußball geworden - wie zuletzt beim 1:0 in Mönchengladbach. So defensiv wie in den zweiten 45 Minuten dieser Partie will Stöger die Aufgabe in Reggio Emilia, wo Bergamo derzeit wegen des Umbaus der heimischen Arena seine Spiele austrägt, aber nicht angehen.

Piszczek: "...dann will man auch ins Finale kommen"

"Es nicht unser Spezialgebiet, sich dagegenzustellen und die Angriffe aufzufangen", gestand er, "die leichtere Variante ist die, dass du das Spiel selbst gestaltest. Wir müssen versuchen, unsere Spielkultur über einen längeren Zeitraum auszuspielen, dann hast du selbst weniger zu tun."

Es spricht für gestiegenen Mut, dass Außenverteidiger Lukasz Piszczek im TV-Sender Sport1 bereits mit weiteren Spielen im Wettbewerb liebäugelte: "Wenn man schon in der Europa League ist, will man auch ins Finale kommen. Das ist der Pokal, den die Borussia noch nie gewonnen hat, und das würden wir dieses Jahr gerne tun." Die jüngste Bilanz in Europa spricht jedoch dagegen.

Schließlich ist der BVB seit sechs Auswärtsspielen ohne Sieg und hat die letzten drei K.o.-Auswärtspartien verloren. Andererseits kam die Borussia in 16 von 17 Fällen weiter, nachdem sie das Hinspiel daheim gewonnen hatte.

Sabitzer: "Wir dürfen uns nicht ausruhen im Rückspiel"

Für RB Leipzig müsste schon sehr viel schieflaufen, um den Einzug ins Achtelfinale noch zu verspielen. Trotz der guten Ausgangsposition warnte Angreifer Marcel Sabitzer jedoch vor der Spielstärke Neapels: "Wir dürfen uns nicht ausruhen im Rückspiel. Die Jungs haben sehr viel Qualität, da kann es schnell gehen."

Zumal die Leipziger auf ihren Kapitän Willi Orban verzichten müssen. Der Abwehrchef zog sich beim 1:2 gegen Eintracht Frankfurt eine tiefe Fleischwunde zu, musste genäht werden. Ebenfalls verletzt ist Mittelfeldstar Naby Keita - Oberschenkelzerrung. Damit fehlen Trainer Ralph Hasenhüttl zwei wichtige Spieler.

"Die Ausgangsposition ist gut, es ist aber 90 Minuten noch ein weiter Weg für uns, weil Neapel auswärts für Tore immer gut ist", mahnte auch der 50 Jahre alte Österreicher.

 

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