Mit 18 Stichen genäht EHC-Ass Lauridsen – der härteste Kerl der Liga

Das Loch in der Wange wurde mit 18 Stichen genäht. Foto: privat

Mit 18 Stichen wurde die Fleischwunde von EHC-Star Markus Lauridsen genäht. Spielt er am Freitag schon wieder?

München -  Während es beim Fußball ja zum so gar nicht guten Ton gehört, nach jeder gegnerischen Berührung theatralisch ein Opfer der Fallsucht zu werden und den sterbenden Schwan auf dem Rasen zu inszenieren, sind die Eishackler aus einem ganz anderen – besonders harten – Holz geschnitzt.

"Glück im Unglück"

Bestes Beispiel: Markus Lauridsen, der Verteidiger des EHC Red Bull München. Am Sonntag beim 3:1-Sieg bei der Düsseldorfer EG hatte der Däne einen Puck nach einem Schlagschuss voll ins Gesicht bekommen. Blutend fuhr er vom Eis, in seiner Wange klaffte ein riesiges Loch, das mit 18 Stichen im Krankenhaus genäht wurde.

Lauridsens lapidarer Kommentar zur AZ: "Ich habe mir den Schmerz viel schlimmer vorgestellt. Ich hatte ja Glück im Unglück. Der Kiefer ist nicht gebrochen, die Zähne sind auch noch alle da. Ich habe keine Gehirnerschütterung erlitten, Bis auf das Loch in der Wange ist alles in Ordnung. Und das wächst auch wieder zu."

Nur Suppe als Nahrung

Am Mittwoch plant Lauridsen, wieder am Training teilzunehmen, ein Einsatz am Freitag gegen Bremerhaven ist nicht ausgeschlossen. Lauridsen – der härteste Kerl der Liga.

Feste Nahrung kann der 26-Jährige aber noch nicht zu sich nehmen. "Meine Freundin hat mir einen riesigen Topf Suppe gekocht, die löffel ich brav, das ist schon okay", sagte Lauridsen, "ihr gefällt es natürlich nicht, dass ich verletzt wurde, aber besonders viel hat sie dazu nicht gesagt. Sie weiß, dass sowas zum Eishockey gehört, sie ist in erster Linie froh, dass nicht mehr passiert ist." Auch die Spielerfrauen im Eishockey sind härter im Nehmen als im Fußball.

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