"Mister Sportstudio" Harry Valérien mit 88 Jahren gestorben

Sportmoderatorenlegende Harry Valérien erlag am Freitagabend einem Herzversagen. In der Fotostrecke sehen Sie die Bilder aus seinem Leben. Foto: dpa/dapd

"Mister Sportstudio" Harry Valérien ist tot. Am Freitagabend versagte sein Herz. Er wurde 88 Jahre alt.

 

Garmisch-Partenkirchen - Sportreporter-Legende Harry Valérien ist im Alter von 88 Jahren gestorben. Der Mitbegründer und langjährige Moderator der ZDF-Sendung „Das aktuelle Sportstudio“ erlag am Freitagabend einem Herzversagen, wie sein Schwiegersohn Stefan Glowacz der Nachrichtenagentur dapd mitteilte. „Er ist ganz friedlich eingeschlafen“, sagte der Extremkletterer am Samstag.

Valérien war demnach auf der Rückfahrt von einem Treffen mit ehemaligen Kollegen und Skirennläufern in Oberbayern zu seinem Wohnort am Starnberger See gestorben. In dem Auto hätten sich auch Valériens Frau Randi und Freunde befunden, sagte Glowacz.

Valérien war 1963 einer der Mitbegründer des „Aktuellen Sportstudios“, das er bis 1988 moderierte. Der Münchner prägte die Sportberichterstattung in Deutschland. Für die Fernsehzuschauer war der „Fachmann mit Herz“ über vier Jahrzehnte lang bis Mitte der 90er Jahre Stimme und Gesicht der Olympischen Spiele.

Spezialgebiet des begeisterten Skifahrers war der Wintersport. Der vielseitige Journalist, der seine Karriere beim „Münchner Merkur“ und dem Bayerischen Rundfunk begonnen hatte, führte aber auch durch die Verkehrssendung „Telemotor“ und war acht Jahre lang beim ZDF Leiter der Abteilung Sportfilm/Dokumentation. Aus Liebe zu seinem Beruf als Reporter und Moderator lehnte Valérien 1983 sogar das Angebot ab, ZDF-Sportchef zu werden.

Seine Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit mehreren Goldenen Kameras und Bambis. 2004 erhielt „Mister Sportstudio“ den Ehrenpreis des Bayerischen Fernsehpreises.

Valérien war seit 1960 mit seiner norwegischen Frau verheiratet. 1962 und 1964 kamen die Töchter Tanja und Laila zur Welt. Die Jüngere starb 2007 an Brustkrebs. Schon als Jugendlicher hatte Valérien schwere Schicksalsschläge verkraften müssen: Mit 14 Jahren war seine Mutter bei einem Autounfall gestorben, ein Jahr darauf erlag sein Vater einem Herzleiden. Der Sportreporter selbst hatte sich am Herzen operieren lassen müssen.

 

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