Missglückte PR-Aktion Streit mit Sponsor: Der große Löwen-Ärger

Ein Bild aus vergangenen Tagen: Präsident Peter Cassalette präsentiert zusammen mit Martin Gräfer das neue Trikots. Die Zusammenarbeit mit der Versicherungsgruppe "die Bayerische" läuft noch bis 2019. Foto: augenklick

Der TSV 1860 wirft seinem Vermarkter eine „Vernachlässigung der Sorgfaltspflicht“ vor.

 

München - Sportlich läuft es gerade halbwegs. Aber Sechzig wäre nicht Sechzig, wenn es nicht woanders krachen würde. 1860 hat in einer Pressemitteilung „mangelnde Professionalität“ seines Hauptsponsors „Die Bayerische“ und seines Vermarkters „Infront“ beklagt – ein harter Vorwurf, den ein Klub wohl besser intern klären würde.

Dabei nimmt Sechzig Stellung zu einen Bericht der „SZ“ über die PR-Aktion „Uns vereint Fußball“. In dieser wollte das Versichungsunternehmen „die Bayerische“, seit Saisonbeginn 1860-Hauptsponsor, mit der Nürnberger Versicherung, Trikotsponsor des Clubs, für ein Miteinander der Fans werben. Dazu sollten am Montag Medienvertreter in den Businessbereich geladen werden. 1860-Geschäftsführer Anthony Power pochte daraufhin auf das Hausrecht, wollte die Journalisten wieder ausladen.

Die Aktion konnte nicht wie geplant stattfinden – ein Affront gegen den Hauptsponsor. Die Löwen wehren sich mit der Botschaft „Erfolg erfordert kooperative Zusammenarbeit“, dass man unzureichend über den Ablauf informiert worden sei. Vermarkter „Infront“ unterstellt 1860 zudem eine „Vernachlässigung der Sorgfaltspflicht“, da Fans des Clubs vor der 1860-Kurve platziert worden seien („ein Sicherheitsrisiko“). Die Anschuldigungen dürften nicht zu einer Verbesserung des Verhältnisses zu den wichtigen Partnern führen.

Nach AZ-Informationen ist dieses schon länger stark belastet – sowohl durch die fragwürdige Medienpolitik des Vereins, als auch durch das Fehlen jenes Miteinanders, das Sechzig selbst einfordert.

 

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