Missbrauchsskandal Stephen Collins spricht über Kindheits-Trauma

Stephen Collins bei einer Veranstaltung im Juni 2013 Foto: Invision2013

"Eine himmlische Familie"-Star Stephen Collins hat in einem TV-Interview versucht zu erklären, warum er Mädchen sexuell belästigt hatte. Dabei erzählte er auch, dass er in seiner Kindheit selbst Opfer war.

 

TV-Star Stephen Collins (67, "Eine himmlische Familie") hat eingeräumt, drei minderjährige Mädchen sexuell belästigt zu haben - jetzt gab er eine mögliche Erklärung für seine Taten ab. "Es gab jemanden in meinem Leben, als ich etwa zehn bis 15 Jahre alt war, eine ältere Frau, die sich wiederholt vor mir entblößt hat", sagte er zu Katie Couric in einem Interview für die TV-Show "20/20". Diese Erfahrung habe seine Wahrnehmung verzehrt, da er sich damals nicht "sexuell belästigt gefühlt" habe.

Collins hatte vor wenigen Tagen sein Schweigen gebrochen und in einem Statement, das das US-Magazin "People" veröffentlichte, zugegeben, sexuellen Kontakt mit drei Mädchen gehabt zu haben. Grund für die Stellungnahme war eine Tonbandaufnahme, die vor rund zwei Monaten veröffentlicht wurde und auf der er über seine Missetaten spricht. "Vor vierzig Jahren tat ich Schreckliches, das ich zutiefst bereue. Ich habe seither versucht, es wieder ins Reine zu bringen. Ich melde mich in dieser Angelegenheit zu Wort, weil vor zwei Monaten diverse Nachrichten-Organisationen eine Aufnahme meiner damaligen Frau, Faye Grant, veröffentlicht haben. Es wurde während einer vertraulichen Therapie-Sitzung im Januar 2012 aufgenommen, weder mit dem Wissen noch dem Einvernehmen von mir oder dem Therapeuten."

Collins spricht von drei Vorfällen 1973, 1982 und 1994, in denen er Mädchen sexuell belästigt hat. Seit 1994 habe es keine derartigen Vorfälle mehr gegeben, sagte er in dem Interview mit Couric weiter. Von 1996 an spielte er in "Eine himmlische Familie" den siebenfachen Familienvater Eric Camden. Die Fernsehserie falle damit in eine Zeit, die damit nichts zu tun habe, so Collins. Der Schauspieler befindet sich weiter in Therapie, wie er bestätigte.

 

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