Millionenbetrug mit Patienten Sechs Kliniken in München durchsucht

In München wurden sechs Kliniken durchsucht. Foto: dpa

Bundesweit finden momentan Durchsuchungen in Kliniken statt. Hintergrund sind womöglich fingierte Rechnungen - in München sind sechs Standorte betroffen.

 

München - Bisher war es nur ein lokales begrenztes Donnerwetter der Staatsanwaltschaft, jetzt schwappt die Welle der Ermittlungen quer durch die Republik. Auch in München wurden „sechs Objekte“ durchsucht. Es geht um Millionenbetrug mit ausländischen Patienten – und wohin die Gelder flossen.

Klinik-Durchsuchungen: Auch Nürnberg und Forchheim im Visier

Im Mittelpunkt der seit 2016 laufenden Ermittlungen steht die Auslandsabteilung des Stuttgarter Klinikums. Der Geschäftszweig mit Patienten aus dem Ausland ist inzwischen aufgelöst. Zuvor war es ein jährliches Verlustgeschäft im Millionenbereich. Auch Manager mussten gehen, ein schwer durchschaubares Dickicht blieb. Insgesamt durchsuchten Ermittler 24 Wohnungen und Geschäftsräume. Elektronische Datenträger, Handys und auch schriftliche Unterlagen beschlagnahmt. In München waren es sechs Objekte, in Bayern noch zwei weitere in Nürnberg und im Landkreis Forchheim. An der Aktion waren 15 Staatsanwälte, mehr als 709 Steuerfahnder und 100 Polizisten beteiligt.

Den Angaben der baden-württembergischen Behörden zufolge werde insgesamt gegen 18 Beschuldigte ermittelt, die offensichtlich einen Kreislauf aus fingierten Rechnungen, prüfungslosen Freigaben und Bestechungsgeldern in Gang gesetzt hatten. Die Sprecherin der Staatsanwaltschaft München I wollte sich zu der Aktion in München nicht äußern und verwies an ihre Kollegen in Stuttgart.

 

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