Messer-Angriff Eishockey-Fan niedergestochen

Der Bad Tölzer Eislöwen-Chef Josef Hintermaier am Krankenbett von Messerstecher-Opfer Quirin S. (20). Foto: Hans Staar

Blutiger Zwischenfall beim Spiel der Löwen gegen Deggendorf Fire in Bad Tölz. Unbekannter rammt Fan ein Messer in den Bauch.

 

BAD TÖLZ Er ist blass im Gesicht, hat Elektroden auf der Brust und ist umgeben von blinkender Medizintechnik – so liegt Quirin S. auf der Intensivstation des Tölzer Krankenhauses. Doch am Tag nach der Messerattacke vor der Tölzer Hacker Pschorr-Arena kann der Fan des Eishockeyteams „Deggendorf Fire“ schon wieder lachen: „Ich werde gut versorgt, habe keine Schmerzen und möchte am liebsten schnell heim.“

Bis heute wird er sich voraussichtlich noch gedulden müssen. Seit Samstag liegt der 20-Jährige auf der normalen Station. Quirin S. hat Glück gehabt, großes Glück sogar. Wie der behandelnde Krankenhaus-Arzt erzählt, verfehlte die von einem unbekannten Messerstecher gestoßene Klinge die Milz nur knapp und prallte gegen einen Knochen. Falls keine Infektion dazu kommt, wird in zwei Wochen nur eine kleine Narbe am Rücken an den brutalen Zwischenfall erinnern, der in Bad Tölz Entsetzen ausgelöst hat.

Und so ist Ganze passiert: In einer Zigarettenpause vor der Arena hat das Opfer einen Wortwechsel mit einem Löwen-Anhänger gehabt. Dann gab ein Wort das andere, es flogen die Fäuste – zuletzt stach der Löwen-Fan mit dem Messer zu und flüchtete. Die Kripo ermittelt. Wenige Stunden nach der Bluttat besuchte Löwen-Chef Josef Hintermaier den Verletzten, um sich im Namen der Tölzer Löwen zu entschuldigen: „Es ist schlimm, dass ein solcher Vorfall unseren schönen Sport belastet und einen Schatten auf den Eishockeystandort Bad Tölz wirft.

Wir bedauern zutiefst, was am Freitag geschehen ist und distanzieren uns vor dieser verabscheuungswürdigen Tat.“ Und weiter „Wir werden alles daran setzen, dass der Täter gefunden und zur Rechenschaft gezogen wird. Dem Opfer wünschen wir gute Besserung und weiterhin viel Freude an unserem schönen Sport.“ Das Schlusswort hat das Opfer: Quirin S. würde sich schon freuen, „wenn wir das nächste Mal gegen Tölz gewinnen“.

 

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